Uttum - Eine ruhige Hand und starke Nerven reichten am Samstag nicht aus. Die Deutsche Murmelmeisterschaft in der Arena des SV Jennelt-Uttum in Ostfriesland entwickelte sich schon am frühen Vormittag zu einer Hitzeschlacht. Während die Zuschauer sich unter mitgebrachten Sonnenschirmen und Zelten verziehen konnten, mussten die Spieler auf andere Art und Weise versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Viel Wasser zu trinken, war eine Möglichkeit. Eine andere, sich an den Paragraf 7 (Geselligkeitsverordnung) der offiziellen Spielregeln zu halten: „Es ist des schnöden Siegens willen nicht auf die Labsal eines kühlen Bieres zu verzichten.“
Die Gemeinde Hatten war mit drei Teams des Titelverteidigers SV Murmel 011 und einem Quartett des TV Sandhatten nicht nur zahlenmäßig stark vertreten. Auch die Qualität stimmte. Nur für das Team II des SV Murmel war nach der Gruppenphase Schluss. Die drei anderen Teams kämpften in der K.O.-Phase weiter.
Der 1. Södeler Klickerverein erwies sich dort als nicht zu knackender Gegner für den SV Murmel. Im Achtelfinale warf Team I des Rekordmeisters den SV Murmel III mit 9:7 aus dem Rennen. Im Viertelfinale war dann auch für SV Murmel I gegen die Dritte der Södeler Schluss (6:9). Im Endergebnis sprang damit der siebte und neunte Platz heraus. „Vielen Dank an alle, die uns die Daumen gedrückt haben und die lieben motivierenden Nachrichten. Ebenso bedanken wir uns bei unseren mitgereisten Fans für die lautstarke Unterstützung“, schreibt der SV Murmel 011 auf seiner Facebookseite.
Stark spielte der TV Sandhatten (Ingrid Marten, Edeltraud Delias, Klaus Delias und Andreas Böschen) auf. Das Quartett besiegte in einem dramatischen Halbfinale die Murmeltiere Hinte mit 9:8 und nahm damit Revanche für die Endspielniederlage von 2014. Im Finale setzte sich der 1. Södeler Klickerverein III dann aber mit 9:4 durch. Der TV Sandhatten ist damit zum zweiten Mal Vizemeister im Deutschen Lochspiel, wie die Disziplin offiziell heißt. Klaus Delias’ Fazit: „Wir sind natürlich überaus glücklich über unsere Plazierung. Uns hat es sehr überrascht, als Vizemeister vom Platz zu gehen, da wir bei vorhergehenden Turnieren in den letzten Jahren nicht so gut abgeschnitten haben.“
