Oldenburg - Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg überzeugt in der noch jungen Spielzeit mit guten Leistungen, technisch brillantem Auftreten und einer starken kämpferischen Einstellung. Mit diesen gesetzten Akzenten hat sich das Team von Trainer Predrag Uzelac den fünften Tabellenrang erkämpfen können, liegt jedoch nach den gestrigen Abendspielen aktuell auf Platz sechs. Ihre gute Position möchte die Mannschaft an diesem Sonntag beim VfB Lübeck (14 Uhr/Stadion An der Lohmühle) möglichst mit einem Sieg festigen.

Uzelac hat den VfB Lübeck bei der 0:3-Niederlage in Rehden beobachtet und war von der Stärke des aktuellen Gegners beeindruckt: „Lübeck hat eine Mannschaft mit enormer Qualität. Trotz der Niederlage in Rehden war die Mannschaft über weite Strecken das bessere Team.“

Beim torlosen Remis am vergangenen Sonntag gegen den BSV Rehden wurde deutlich, dass im VfB-Team viel Substanz steckt und bei besserer Ausnutzung der Torchancen noch einiges zu erwarten ist. Zudem zeigte der rund 20-minütige Einsatz des neuverpflichteten finnischen Offensivspielers Antti Mäkijärvi und jener des nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Ivo Tomas, dass der VfB über Alternativen im Kader verfügt, um sich auf die jeweiligen Gegner einzustellen. Ob der 21-jährige Finne an diesem Sonntag von Beginn an spielen wird, ließ der Oldenburger Coach am Freitag noch offen: „Er braucht noch ein wenig Zeit, um die fehlende Kraft aufzuholen.“

Mit den bisher gezeigten Leistungen seiner Spieler ist Uzelac zufrieden. Dabei sieht der Trainer noch reichlich Potenzial „nach oben“. „Meine junge Mannschaft trainiert gut, zeigt kämpferischen Einsatz und die Stimmung ist bestens. Dennoch müssen wir Geduld haben, da nicht immer alles rund laufen wird“, so der Trainer: „Ich weiß, dass die Erwartungen in Oldenburg immer groß sind, aber wir stehen noch am Anfang der Saison und meine Jungs sind lernwillig.“

In Lübeck freuen sich derweil die Fans, dass ihre Mannschaft nach vier Auswärtsspielen in Folge endlich wieder im heimischen Stadion auflaufen wird. Der Traditionsverein hat sich zum Ziel gesetzt, spätestens zum 100-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2019 den Sprung in die 3. Liga zu schaffen.

In Jan-Andre Sievers, der von Fortuna Köln zur neuen Saison zum VfB Lübeck kam und Maurice Maletzki (TSV Havelse) sowie Christopher Kramer (VfR Neumünster) konnte Trainer Denny Skwierczynski drei Zugänge in das Team integrieren, die der Mannschaft bereits in den ersten Spielen ihren Stempel aufdrückten. Kramer erzielte bei der 3:5-Niederlage in Havelse alle drei Tore und steuerte am vergangenen Mittwoch im Punktspiel beim Tabellenletzten Schilksee zwei Tore zum 4:2-Sieg bei.