VAREL - Mit 28:29 mussten sich die Zweitliga-Handballer der HSG Varel am Sonnabend dem neuen Spitzenreiter VfL Bad Schwartau geschlagen geben. Dabei lag der durchaus verdiente Punktgewinn lange in der Luft. Mit starkem Spiel über die Außenpositionen und einem hervorragend aufgelegtem Andre Seefeldt im Tor überraschten die Vareler den hohen Favoriten.
Ein Punkt wäre verdient gewesen und hätte auch der Moral in der Mannschaft gut getan, ärgerte sich HSG-Sprecher Christoph Deters. Lobende Worte fand Varels Trainer Pater Kalafut für sein Team: Wir haben sehr stark angefangen und wirklich gute Phasen gezeigt, aber zwischendurch auch immer wieder nachgelassen. Das verstehe ich nicht so richtig.
In der 13. Minute, beim Stand von 8:4, nahm Bad Schwartau die erste Auszeit. Stammkeeper Ariel Panzer ließ sich entnervt auswechseln. Doch mit dem neuen Torwart, Tobias Mahnke, kam auch der Rest der Schwartauer Mannschaft eindrucksvoll zurück. Bis zur Pause drehten die Gäste den Rückstand in eine 15:13-Führung.
Im zweiten Abschnitt wechselte die Führung mehrmals, ehe Bad Schwartau in der 53. Minute erstmals mit drei Toren führte. In der turbulenten Schlussphase brachten Helge Janßen und Niels Bötel die HSG auf ein Tor heran. Doch der entscheidende Treffer wollte einfach nicht fallen.
Der Kader ist nicht besonders groß. Wenn man mit recht wenigen Feldspielern gegen ein solches Top-Team antritt, kann man nicht 60 Minuten 100 Prozent zeigen, meinte Seefeldt nach der Partie. Auf die Frage nach seiner eigenen Leistung und den mehr als 20 Paraden brachte es der 33-Jährige auf einen einfachen Nenner: Es war eben eine Parade zu wenig.
Doch auch wenn die Vareler wieder leer ausgegangen und auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht sind, haben sie gezeigt, zu was sie fähig sind. Auch Gästetrainer Thomas Knorr zollte der starken Leistung des jungen Teams Respekt: Im vergangenen Jahr hätte die HSG die Partie wahrscheinlich gewonnen. Aber so ist das nun einmal: Stehst du unten drin, verlierst du auch solche Spiele.
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