VAREL - Kalafut war beim 33:25-Pokalsieg über Edewecht nur mit der ersten Hälfte richtig zufrieden. Arek Blacha griff nach seiner sehr langen Verletzungspause wieder an.
Von Friedhelm M.-Düring
VAREL - Nach dem lockeren 33:25-Sieg des Handball-Zweitligisten HSG Varel gegen den Regionalligisten VfL Edewecht in der ersten Runde des DHB-Pokals präsentierten sich die Friesländer gut gelaunt. Eine Woche vor dem Start der Punktspielserie mit dem Auswärtsspiel beim ASV Hamm ist HSG-Trainer Peter Kalafut guter Dinge. „Die erste Halbzeit gegen Edewecht war nahezu perfekt. Der Klassenunterschied war in den ersten 30 Minuten deutlich zu spüren“, analysierte Kalafut. Vor allem das schnelle Spiel, die sehr starke Deckung und die daraus resultierenden einfachen Tore stellten den ehemaligen Auswahlspieler der Tschechoslowakei sehr zufrieden.Im Vergleich zum Vorbereitungszeitraum der vergangenen Saison präsentieren sich die Vareler zurzeit erheblich stabiler. Der Abstiegskampf in den vergangenen zwei Jahren hat die Mannschaft merklich reifen lassen. So ließ sie sich auch nach dem Seitenwechsel nicht aus dem Konzept bringen, als die Edewechter Tor um Tor aufholten. „Edewecht hat keine schlechte Mannschaft“, zollte Kalafut den Ammerländern seinen Respekt. Doch den Grund der VfL-Aufholjagd sah der HSG-Coach nicht in der Edewechter Stärke, sondern in den zahlreichen Nachlässigkeiten seiner Spieler. „Wir haben zwar nach der Pause einige Deckungsvarianten ausprobiert, doch das darf nicht der Grund sein, sich das Spiel aus der Hand nehmen zu lassen“, ärgerte sich Kalafut, denn schließlich müsse man auch in der Punktspielserie öfter Mal die Deckung während des Spiels umstellen: „Alle elf Spieler müssen zu jedem Augenblick der Partie ihre Leistung abrufen können. Daran arbeiten wir noch. Insgesamt bin ich mit den 30 Minuten der
ersten Hälfte und den letzten zehn Minuten der zweiten Halbzeit zufrieden. Unser Ziel ist es, 50 Minuten Dampf zu machen. Über die gesamte Spielzeit geht das nicht, da bin ich Realist“.
Eine ansprechende Partie zeigte ebenfalls Arek Blacha nach seiner langwierigen Verletzung der abgelaufenen Spielzeit. „Arek ist noch nicht zu 100 Prozent fit. Er ist noch steigerungsfähig. Und darauf freue ich mich“, so Kalafut, dem nur die erneute Blessur an der linken Schulter von Milan Kralik nicht so richtig schmeckte.
