Varel/Hamburg - Weiter in absoluter Bestform präsentiert sich Golferin Esther Henseleit. Die 20-jährige Varelerin, die seit ihrem Wechsel zu Jahresbeginn von den Amateuren zu den Profis das Kunststück fertig gebracht hat, bei sechs Turnierstarts auf der Ladies European Tour (LET) fünfmal unter die besten Zehn zu kommen, war erstmals wieder für ihren Heimat-Club im Einsatz.
Zum Auftakt der neuen Saison in der 1. Bundesliga Nord trug Henseleit mit einem Platzrekord von 67 Schlägen (6 unter Par) entscheidend dazu bei, dass sich der Hamburger GC Falkenstein gleich an die Tabellenspitze setzen konnte. „Wir sind sehr glücklich über die fünf Punkte“, betonte Trainer Christian Lanfermann vom Titelverteidiger Hamburger GC. Henseleits Teilnahme sei dabei „ein wichtiger Bonus“ gewesen .
Auch Henseleit zeigte sich zufrieden mit ihrem kurzen Abstecher in die Bundesliga. „Ich treffe den Ball schon seit einigen Wochen gut, deshalb habe ich von mir auch ein gutes Ergebnis erwartet“, sagte die Varelerin dem Hamburger Abendblatt: „Es war schön, wieder in der Mannschaft spielen zu können.“
Nun gilt die volle Konzentration bis Mitte Juli aber wieder ihrer noch jungen, aber schon so erfolgreichen Karriere als Proette. Von Donnerstag bis Sonntag steht für die 20-Jährige das LET-Turnier „La Reserva de Sotogrande“ im spanischen Cádiz auf dem Programm. Zuletzt hatte sie bei den Dubai Moonlight Classic auf dem geteilten zweiten Platz ihr bestes Resultat als Proette und ein persönliches Rekordpreisgeld von 19 069 Euro eingespielt.
Vor einer Woche verpasste Deutschlands aktuell wohl beste Golferin bei einem Qualifikationsturnier im Westen Londons nur haarscharf die begehrte Fahrkarte zu den US Women’s Open. Erst im Stechen am ersten Extraloch musste sich Henseleit Hayley Davis geschlagen geben.
So konnte sich die Britin als Zweitplatzierte ebenso wie die italienische Siegerin Lucrezia Colombotto Rosso einen Startplatz beim mit fünf Millionen US-Dollar am höchsten dotierten Major-Turnier im Damengolf sichern.
