VAREL - Eine weitere schwere Aufgabe wartet auf die Oberliga-Handballer der HSG Varel: Sie treten am Sonntag gegen den Tabellenführer und Zweitliga-Absteiger SG Achim-Baden an. Ab 17.15 Uhr wollen die Akacsos-Schützlinge in Obenstrohe versuchen, durch eine konzentrierte Mannschaftsleistung ein „gutes“ Ergebnis zu erzielen.
In der Herbstserie verloren sie mit 25:44-Toren. Allerdings ersatzgeschwächt, erklärte HSG-Betreuer Karsten Müller-Kramer. Er räumte aber ein, dass die Vareler selbst mit kompletter Mannschaft keine Chance gehabt hätten. Im Hinspiel fehlte der bislang erfolgreichste Vareler Torschütze, Andre Willmann. Er wird am Sonntag ebenso zur Verfügung stehen, wie einige Ergänzungsspieler aus der ersten Mannschaft. Mit einer verstärkten Mannschaft soll eine abermals deutliche Niederlage vermieden werden.
Die Reservemannschaft erinnert in diesem Zusammenhang an das letzte Auftreten der SG Achim-Baden in dieser Region, seinerzeit noch als Zweitbundesligist. Die Achimer besiegten dabei die HSG I deutlich mit 31:24-Toren. Wichtige Stützen der Bundesliga-Mannschaft konnten weiterverpflichtet werden: Florian Block-Osmers, Cord Katz, Matthias Köhnecke und Thomas Cordes sind die Garanten für die bislang „weiße Weste“ in der Oberliga, in die die Achimer zurückgestuft wurden, weil sie im Rahmen des Lizenzierungsverfahren für die Saison 2008/09 die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die zweite Bundesliga nicht erfüllen konnten.
Es erfolgte der Rückzug in die höchste Spielklasse des zuständigen Landesverbandes, des Bremer Handballverbandes. Dort sind die Achimer ohne echte Konkurrenz, auch wenn die beiden Duelle gegen den Tabellenzweiten TV Cloppenburg, bei dem die Akacsos-Schützlinge am letzten Sonnabend mit 35:41-Toren unterlagen, noch ausstehen.
Über finanzielle Mittel für die in dieser Serie so erfolgreiche Vareler Reservemannschaft wird bei den Friesländern derzeit gesprochen. Der Verein sucht nach einem Modell, um die jungen Spieler einerseits „abzusichern“, andererseits auch gegen Abwerbungsversuchen anderer Clubs „immun“ zu machen. „Vereine, die nur mit einem Team Leistungssport betreiben, sind uns gegenüber insoweit sicherlich im Vorteil“, erläuterte der Vorsitzende der HSG Varel, Hans Fabian. Er ist aber zuversichtlich, dass es sowohl für die Vareler Reserve als auch für die männliche Jugend A, die in der Regionalliga spielt, einen Rahmen geben wird, der es den Varelern ermöglicht, gleich mit drei Teams im oberen Leistungsbereich zu spielen.
