Varel/Jever - Ihre weiße Weste gewahrt haben die Bezirksliga-Frauen des Vareler TB. Auch zwei weitere friesische Volleyballteams waren aktiv.
Männer
Landesliga: „Wir sind in Wilhelmshavenern mal amtlich untergegangen. Im ersten Spiel hatte der STV mit 1:3 noch das Nachsehen gegen den TV Baden III, gegen uns haben sie dann alles in die Waagschale geworfen, um endlich den ersten Saisonsieg einzufahren“, resümierte Christian Jünger, Kapitän des Vareler TB. 13:25, 19:25 und 12:25 hieß es am Ende einer einseitigen Partie.
Die Vareler konnten nur mit sieben Mann sowie Jens Hollnagel als Coach antreten, in Hartmut Gundlach und Eckhard Johanning waren zudem zwei Ergänzungsspieler auf dem Platz. Zum zweiten Mal musste der angeschlagene Jan-Hendrik Elberling auf der wichtigen Zuspielerposition die teils wackelige Annahme verwerten. Die Unordnung auf dem Platz nutzten die Gegner sogleich aus.
Erst im zweiten Satz war so etwas wie Spielfluss zu erkennen, aber die Lücken in Block und Abwehr waren einfach zu groß. Die immer mutiger aufspielenden Wilhelmshavener machten Druck im Aufschlag und gewannen trotz veränderter Aufstellung des VTB den dritten Satz souverän.
„0:3 ist ein ernüchternde Resultat. Damit sind wir eine Woche vor dem Spiel beim bislang ungeschlagenen OTB wieder auf einen Relegationsplatz abgerutscht“, bedauert Jünger: „Die Personallage bleibt mit kranken und abwesenden Stammspielern zudem angespannt.“
Frauen
Bezirksliga: Der Vareler TB überwintert nach dem 3:1-Sieg im Spitzenspiel bei der VG Emden auf dem Platz an der Sonne. Zur Mitte des ersten Satzes konnte sich der VTB dank guter Aufschläge einen Vorsprung erarbeiten (15:10). Mit voller Konzentration in Block, Abwehr und Angriff wurde der Satz souverän mit 25:18 gewonnen. „So hätte es weiter gehen können und sollen, tat es aber leider nicht“, ärgerte sich VTB-Coach Andreas Sinke über das 18:25 im zweiten Satz: „Durch zu viele Eigenfehler haben wir Emden ins Spiel gebracht.“
Im dritten Satz führte der VTB schnell mit 11:4, ehe Emden wieder auf 11:10 verkürzte. Fortan spielte der VTB aber wieder konzentrierter. Der Block packte ein ums andere Mal entscheidend zu, auch die Abwehr um Libera Theresa Schildknecht war auf der Hut, so dass dieser Durchgang mit 25:17 gewonnen wurde.
Die Varelerinnen begannen den vierten Satz furios und hatten durch starke Aufschläge von Lyndzey Mowatt und Tanja Sundermann schnell einen 8:2-Vorsprung. Dann leistete man sich jedoch wieder eine kleine Schwächephase (9:7). Doch Nicole Sieckmann am Aufschlag stellte die alte Sechs-Punkte-Führung wieder her (13:7). „Aber Emden steckte nicht auf, und unsere Mädels waren gedanklich wohl schon in Weihnachtsstimmung“, analysierte Sinke. Der VTB verteilte Geschenke in Form von vermeidbaren Block- und Angriffsfehlern und musste den Ausgleich hinnehmen (14:14). In der „Chrunchtime“ des Satzes fuhren die Varelerinnen die Konzentration aber noch mal hoch und gewannen den Satz mit 25:22.
„Emden hat spielerisch bestimmt auch schon bessere Tage erlebt, was unsere Leistung aber keinesfalls schmälern soll. Nach den letzten drei knappen 3:2-Siegen ist dieses 3:1 wie ein kleiner Befreiungsschlag. Und mit der Ausbeute von acht Siegen aus acht Spielen können wir mächtig stolz auf uns sein“, resümierte Sinke: „Diese Überlegenheit ist der Lohn der harten Arbeit im Training. Hieran gilt es im neuen Jahr anzuknüpfen, um auch weiterhin erfolgreich zu sein.“
Bezirksklasse: Nach dem klaren 3:0-Auswärtssieg beim SV Nordenham II bleibt der MTV Jever dem Tabellenführer Elsflether TB auf den Fersen. Das Team von MTV-Trainer Volker Preuß ließ von Beginn an in der Wesermarsch keinen Zweifel aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. „Grundstein für diesen Erfolg war die sehr gute Feldabwehr, sowie unser Sicherungsspiel“, freute sich MTV-Trainer Volker Preuß.
Sowohl Spielführerin Katharina Wehmeyer und Christina Harms über die Außenposition, als auch Jana Lischke mit Jennifer Salbego über die Mitte ließen kaum eine Gelegenheit aus, um die Bälle sicher im gegnerischen Feld zu versenken. „Auch die Zuspielerinnen Tanja Müller, Danica Lucas, aber vor allem Kathrin Hutter als Women of the Match hatten einen prima Tag erwischt und konnten durch die präzisen Annahmen ihre Mitspielerinnen immer wieder in Szene setzen“, lobte Preuß. Lohn der guten, sehr geschlossenen Mannschaftsleistung war ein vorab nicht zu erwartendes, aber klares 25:18, 25:15 und 25:15 in den Sätzen für den Tabellenzweiten aus Jever.
