VAREL - 30 Jahre lang spielte der Kegelklub „Ausdauer“ Varel in der Bezirksliga. 1996 wurde der Kegelbetrieb eingestellt.
Von Christoph Koopmeiners
VAREL - Obwohl die Kugel schon seit Jahren nicht mehr rollt, gibt es den Kegelklub „Ausdauer“ Varel immer noch. 50 Jahre ist er jetzt alt geworden. Übrig geblieben sind sechs Männer zwischen 48 und 76 Jahren, die sich alle 14 Tage in privater Runde zum Stammtisch treffen. „Wir spielen Schwimmen und reden über Gott und die Welt“ erzählen Heiner Kröger (63) und Karl-Heinz Fastje (75). Dabei sind ferner Werner Janssen, Heinz Hemmieoltmanns, Harald Bendfeld und Günter Marks.Fastje gehört zu dem sieben Gründungsmitgliedern, die vor 50 Jahren den Kegelklub aus der Taufe hoben. „Es war im Prinzip ein Werks-klub“, sagt Fastje; „denn sechs Mitglieder arbeiteten beim Motorenwerk Varel und einer bei der EWE. Neben Karl-Heinz Fastje waren das Max Lehmann, Gustav Brüning, Fritz Gerdes, Willi Talken sowie Manfred und Arno Rother. Von den sieben Herren lebt neben Fastje noch einer: Arno Rother.
In den Anfangsjahren ließen die Sieben die Kugel mal hier und mal da rollen. „Der Klub hatte keine feste Bahn, weil es zu wenig gab“, berichtet Kröger, der Mitte der 70er Jahre dazu stieß. Max Lehmann habe damals immer zu seinen Freunden gesagt, dass sie Ausdauer haben müssten. So kam der Kegelklub „Ausdauer“ Varel zu seinem Namen. Und die Geduld zahlte sich aus. Nach anderthalb Jahren fanden die Kegelbrüder eine erste Heimstatt in der Gaststätte Wiemken in Borg-stede. Weitere Stationen im Laufe der Jahrzehnte waren das Hotel Fürst Bismarck, der Landgasthof Haßmann, die „Christiansburg“ und Mitte der 70er Jahre das „Haus Barbara“. Im Maximum spielten 22 Männer dem Kegelklub „Ausdauer“, der Mitglied im Vareler Kegelverein war und zu dem etwa 15 Mannschaften mit weit über 200 Personen zählten. 30 Jahre lang kämpfte „Ausdauer“ in der Bezirksliga um Punkte.
Einer der Höhepunkte in der Klubgeschichte war die Teilnahme an den Deutschen Kegelmeisterschaften 1965. Im damaligen Team standen Heinz Hemmieoltmanns, Max Lehmann, Karl-Heinz Fastje und Werner Riekenberg und Arno Rother.
1995 stellte der Kegelklub „Ausdauer“ den Betrieb ein. „Die Mitglieder wurden zu alt, und wir hatten keinen Nachwuchs“, erläutert Heiner Kröger. Außerdem wurden die Gebühren für die Kegelbahnen immer teurer.
Neben dem 14-tägigen Stammtisch gibt es noch eine jährliche Kohlfahrt, eine Radtour und eine Weihnachtsfeier. Bei diesen Gelegenheiten sind dann auch die Frauen der Stammtisch-Brüder dabei.
