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NWZonline.de Sport

Varelerin macht im Wintersport Karriere – Eltern gehörte Eisdiele

22.09.2018

Varel /Val Di Zoldo Geboren in Varel, aufgewachsen in den Dolomiten, unterwegs auf den Skiloipen weltweit. Sara Pellegrini blickt auf eine ungewöhnliche Vergangenheit zurück: „Meine Eltern hatten in Varel eine Eisdiele. Mein Opa begann 1957 mit dem Geschäft, knapp 30 Jahre setzte meine Familie die Tradition fort.“ Auch heute noch verkauft die Eisdiele Costantin echtes Eis aus den Dolomiten, einem italienischen Teil der Südalpen. „Bekannte aus unserem Tal betreiben das Geschäft mittlerweile“, erklärt Pellegrini. Während sie ihre zweite Heimat im Kreis Friesland vermisst, lebt die erfolgreiche Sportlerin heute glücklich in Italien.

Vom Eiscafé in die Loipe

Mit sieben Jahren zieht Pellegrini nach Italien, verbringt aber weiter den Sommer in Varel. Zur Schule geht sie in Val di Zoldo – und entdeckt in dem Tal in den Dolomiten ihre Liebe zum Sport. „Anfangs bin ich aus Spaß mit den anderen Kindern im Schnee herumgerutscht“, erzählt sie. Als Pellegrini dann an ersten Wettkämpfen teilnimmt, packt sie das Langlauf-Fieber. „Ich liebe Sport an der frischen Luft“, schwärmt die Sportlerin. „Mit der Zeit habe ich immer mehr trainiert, um an größeren Wettkämpfen teilnehmen zu können.“

Der Kontakt nach Deutschland bleibt zunächst. „Bis 2009 habe ich auch oft in Varel trainiert“. Von Bergen, Skipisten oder Loipen fehlt in Norddeutschland jedoch jede Spur. Doch das hält eine Vollblut-Sportlerin natürlich nicht auf: „Fitnessstudio, Jogging, Radfahren oder Rollski gehen immer“, schmunzelt Pellegrini.

Olympia als Höhepunkt

Mit dem Besuch der Wissenschaftlichen Hochschule in Belluno beginnt für sie „keine einfache Zeit“. Doch die gebürtige Varelein beißt auf die Zähne: „Ich habe gemerkt, dass Langlauf meine große Leidenschaft ist. Also habe ich nach dem Abitur alles gegeben, um Profi zu werden.“

Mit Erfolg: Im Jahr 2009 tritt Pellegrini der Polizei-Sportgruppe G.S. Fiamme Oro bei. Knapp zehn Jahre später steht die 32-Jährige auf dem Gipfel ihrer Karriere. „Die letzten beiden Jahre waren mit Sicherheit die erfolgreichsten.“ Ein Überblick: Vier Siege im Italien-Cup, mehrere Erfolge im Europa-Cup und einige gute Platzierungen im Weltcup zählt Pellegrini mittlerweile zu ihrer Vita.

Der absolute Höhepunkt war jedoch der Start bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang (Südkorea). „Das Erlebnis war fantastisch. Das werde ich mein Leben lang nie vergessen“, schwärmt die Sportlerin. Doch Pellegrini hat weitere große Ziele: „Zur Zeit bereite ich mich auf die anstehende Saison und die Weltmeisterschaften in Seefeld in Österreich vor.“

Der Zukunft blickt die 32-Jährige entspannt entgegen: „Solange ich noch Profi-Sportlerin bin und Spaß daran habe, genieße ich einfach die Zeit.“

Erinnerungen an Varel

Für die gebürtige Varelerin ging ein Traum in Erfüllung, aber nicht ohne Grund: „Ich muss mich auf jeden Fall bei meiner Familie bedanken. Sie haben mich immer unterstützt“, betont Pellegrini, die nicht nur sportlich gereift ist: „Durch den Sport habe ich gelernt, wie viel Disziplin, Ausdauer und Hartnäckigkeit es bedarf, um Träume wahr zu machen.“

An das platte Land in Nordwestdeutschland denkt die Alpinsportlerin auch gerne zurück: „Ich erinnere mich gerne an die Zeit im Oldenburger Land zurück“, schwärmt Pellegrini. Schon seit neun Jahren war sie nicht mehr in Varel. „Ich würde sehr gerne mal wieder dort Urlaub machen“, schmunzelt sie. Als Profi-Sportlerin bedeutet Urlaub natürlich trotzdem die ein oder andere Trainingseinheit. Dann aber nur auf Rollski oder mit dem Fahrrad.

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