Varel - Die große Überraschung ist trotz großer Gegenwehr ausgeblieben: Die Landesliga-Volleyballer des Vareler TB haben am Sonnabend in der heimischen Halle an der Arngaster Straße die beiden erwarteten Niederlagen gegen Tabellenführer Oldenburger TB III und den zweitplatzierten TuS Bloherfelde kassiert. Damit bleibt der VTB auf Relegationsplatz sieben. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt bei noch vier ausstehenden Spielen acht Zähler und ist somit kaum noch aufzuholen.
In der ersten Partie des Heimspieltages waren die von Coach Thomas Freese gut auf den Gegner aus Bloherfelde eingestellten Vareler motiviert zu Werke gegangen. Über 11:9 erarbeitete sich der VTB sogar eine 20:16-Führung, die aber innerhalb weniger Minuten auf 21:20 zusammenschmolz. Das lag auch daran, dass VTB-Kapitän Christian Jünger mit einer Bänderverletzung ausgewechselt werden musste. „Somit war das Spielkonzept im Eimer“, bedauerte Jünger. Freese nahm eine Auszeit, doch am Ende setzte sich der Favorit trotzdem noch knapp mit 26:24 durch.
Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeber bis Mitte des Satzes das Spiel offen. Einen 9:12-Rückstand drehte das Freese-Team, bei dem sich die angeschlagenen Markus Goebel und Stephan Reiners in den Dienst der Mannschaft stellten, in eine 13:12-Führung. Anschließend übernahm Bloherfelde aber wieder das Zepter und setzte sich mit 25:21 durch. Im dritten Satz war die Gegenwehr des VTB dann allerdings erlahmt, so dass die Gäste beim 25:14 keine Mühe hatten.
In der anschließenden Begegnung gegen Spitzenreiter Oldenburger TB III kamen die Vareler nur schwer in Tritt - zumal Goebel und Reiners nicht mehr weiter spielen konnten. So hatte der OTB beim 25:13 kaum Mühe. Doch das sollte sich mit Beginn des zweiten Durchgangs ändern.
Das Team um VTB-Kapitän Christian Jünger bewies Moral und ließ sich nicht abschütteln. Selbst einen 19:22-Rückstand münzte der VTB in ein 22:22 um. Doch wie so oft in dieser Saison, fehlte den Gastgebern das bessere Ende. Mit 25:22 holte sich der OTB auch Satz zwei. Im dritten Durchgang gaben die Vareler vor eigenem Anhang noch mal alles. Zunächst sah es aus, als ob die Huntestädter einem lockeren 3:0-Sieg entgegensteuern würden, zumal sie deutlich mit 13:8 führten. Doch der VTB kämpfte und glich aus – 16:16. Auch einen anschließenden 19:22-Rückstand egalisierten die Vareler zum 22:22. Aber das reichte am Ende nicht, denn in der Schlussphase setzten sich die Gäste mit 25:23 durch.
„Nach dem ersten Satz hatten sich Jens Hollnagel und Markus Siebrands als angreifende Zuspieler eingegroovt und wir haben in Satz zwei und drei dem Tabellenführer mit wirklich aufopferungsvollem Kampf sowie unter lautstarker Anfeuerung des Publikums die Stirn geboten“, bilanzierte Jünger: „Ein Hammer-Spiel angesichts der Personallage!“
Der Vorsprung des VTB zu den beiden Abstiegsplätzen beträgt derzeit auf die VG Delmenhorst-Stenum II vier und auf Schlusslicht STV Wilhelmshaven sechs Punkte.
