Altjührden - Im letzten Heimspiel des Jahres bekommen es die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland an diesem Sonntag mit ART Düsseldorf zu tun. Von der Papierform her eine lösbare Aufgabe, noch dazu vor heimischer Kulisse. Doch Trainer Andrzej Staszewski wird vor dem Duell mit dem Schlusslicht, das um 17 Uhr in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden angepfiffen wird, nicht müde, vor den Qualitäten der Gäste aus Nordrhein-Westfalen zu warnen.
„In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“, betont Staszewski. „Die Düsseldorfer haben sehr gute Leute in ihren Reihen, hatten viel Verletzungspech. Sie können kämpfen und werden das auch gegen uns tun“, ist sich der 49-Jährige sicher, dass sich die ART-Spieler um den gebürtigen Vareler Henning Padeken im Abstiegskampf noch längst nicht aufgegeben haben.
Zuletzt boten sie Tabellenführer Wermelskirchen 40 Minuten lang gekonnt Paroli, ehe sie zum Ende der Partie hin doch noch überrannt wurden (27:36). „Das sollte ein großes Signal für meine Spieler sein, sich in Acht zu nehmen“, fordert Staszewski volle Konzentration und keine Überheblichkeit.
Torgefährlichste Spieler der Gäste sind der 17-jährige Jugend-Nationalspieler Rene Zobel und Linksaußen Marc Pagalies. Derweil befindet sich Padeken, der als einer der besten Torschützen der West-Staffel am Ende der vergangenen Saison vom OHV Aurich nach Düsseldorf wechselte, nach überstandener Verletzung nun wieder auf dem Weg zu alter Stärke.
„Es wird nicht einfach, aber wir wollen die Punkte natürlich zu Hause behalten“, betont Staszewski, der seinen Spielern im Falle des fünften Saisonsieges sogar „eine Belohnung“ in Aussicht gestellt hat, die er allerdings nicht öffentlich machen möchte.
Sehr fraglich auf Vareler Seite ist der Einsatz von Vaidas Dilkas, der wegen Adduktorenproblemen ebenso wenig mit der Mannschaft trainieren konnte wie Marek Mikeci, der sich bei einem rüden Foul in Gladbeck eine schmerzhafte Rückenprellung und Sprunggelenksverletzung zugezogen hat.
So soll in erster Linie wieder die Abwehr – die nach Gegentoren (319) beste der gesamten West-Staffel – die Grundlage für den angestrebten Heimsieg bilden. Während hinten Helge Janßen, Till Schinnerer und Martins Libergs das Bollwerk aufbauen sollen, werden vorne Niels Bötel und der formstarke Oliver Staszewski die Fäden ziehen.
