Varel - Die Auswärtstournee der SG VTB/Altjührden zu Jahresbeginn endet an diesem Samstag mit der Partie beim TuS Rotenburg. Selbst wenn sich das Krankenlazarett beim Handball-Oberligisten in den vergangenen Wochen gelichtet hat, fehlt es auch in 2023 noch an der nötigen Konstanz. So folgte auf den 30:19-Kantersieg beim HC Bremen, eine 24:25-Pleite beim SV Beckdorf. Nach einer dreiwöchigen Spielpause geht es nun zum Tabellennachbarn an die Wümme. Der Anwurf in der Sporthalle der Pestalozzi-Schule erfolgt um 18.30 Uhr.
Doch weil dort ein absolutes Backe-Verbot herrscht, fahren die meisten gegnerischen Teams da äußerst ungern hin. Denn wer das klebrige Haftmittel an den Händen seit Jahr und Tag gewohnt ist, muss sich für 60 Spielminuten in Sachen zielgenaue Würfe und Anspiele komplett umstellen. Und die heimstarken Rotenburger wissen nach Ballgewinnen über ihre Außen blitzschnell und erfolgreich auf Angriff umschalten.
Mit zuletzt sechs harzfreien Trainingseinheiten hat SG-Coach Patrice Giron seine Mannschaft akribisch auf die Partie vorbereitet. In der Endphase der vergangenen Saison hatten die Vareler auch dank einer solchen Maßnahme die hohe Auswärtshürde mit einem schwer erkämpften 26:25-Erfolg nach 13:17-Rückstand gemeistert. Und in der Hinrunde der aktuellen Spielzeit gelang zu Hause sogar ein 33:20-Kantersieg gegen die Rotenburger.
Doch diese zeigen sich seit dem Jahreswechsel in bärenstarker Verfassung. So folgten auf den völlig überraschenden 26:24-Heimcoup gegen Titelaspirant ATSV Habenhausen zwei klare Siege gegen den Elsflether TB (32:23) und beim TV Oyten (33:27).
Insbesondere die Kreise der äußerst treffsicheren Rotenburger Angreifer Chris Ole Brandt (mit im Schnitt knapp 8 Toren pro Partie zweitbester Torjäger der Liga) und Lukas Misere gilt es nun für die Vareler, möglichst gut einzuengen. „Der Schlüssel zum Erfolg wird unsere Abwehrarbeit sein, wenn wir anschließend zu einfachen Toren kommen“, prognostiziert daher auch Giron und setzt auch auf ein schnelles Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff.
Personell kann er dabei bis auf die Langzeitverletzten Kai Schildknecht und Helge Janßen aus dem Vollen schöpfen. So wird nach der Rückkehr von Lukas Kalafut und Jan Derk Janßen in 2023 an diesem Samstag erstmals auch wieder der genesene Jonas Rohde das SG-Trikot überstreifen und für mehr Durchschlagskraft auf der rechten Angriffsseite sorgen können.
„Alle Spieler sind gut drauf und fit“, blickt Giron dem Duell an der Wümme zuversichtlich entgegen.
