Varel - Tollen Hallenfußball haben am Sonnabend die zehn Kreisklassisten beim „Raiffeisen-Volksbank-Cup“ (Raiba-Cup) des TuS Varel in der Sporthalle an der Arngaster Straße geboten. Den Titel in Varel gewann überraschend das „Team Wittmund“, das aus Spielern des SV Wittmund und Flüchtlingen aus Syrien bestand.

In einem packenden Finale behielten die Wittmunder gegen den FC Hooksiel II mit 4:3 die Oberhand. „Das war nicht nur ein Turniersieg. Vor allem war es die Krönung eines Integrationsprojektes“, lobte Uwe Cassens, 2. Vorsitzender des TuS Varel.

Durch seine Vorrundengruppe B marschierte das „Team Wittmund“ in beeindruckender Manier. Vorjahressieger SV Gödens II war ebenso chancenlos wie die Konkurrenz aus Wilhelmshaven (SV Wilhelmshaven III) und Hooksiel (FC Hooksiel III). Ohne Punktverlust beendete das „Team Wittmund“ die Gruppenphase vor dem SV Wilhelmshaven III.

Unangefochten spazierte auch der FC Hooksiel II durch die Gruppe A. Gegen den Gastgeber TuS Varel II ließ die Mannschaft nichts anbrennen, und weder der SV Wittmund III noch der SV Wilhelmshaven IV sowie das „Team Neustadtgödens“ konnten gegen Hooksiel II punkten. Der TuS Varel II erreichte in dieser Gruppe den zweiten Platz.

Im Halbfinale hatten die Vareler den späteren Turniersieger am Rande einer Niederlage, konnte aber einen Zwei-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Am Ende brauchte das „Team Wittmund“ ein Neunmeterschießen, um ins Endspiel einzuziehen (3:2). Auch der FC Hooksiel II tat sich in seinem Halbfinale schwer. Ein Tor wenige Sekunden vor dem Abpfiff stellte das 3:2 gegen den SV Wilhelmshaven III sicher.

Auf der Tribüne und im Foyer der Halle war man sich einig: „Dem sympathischen ,Team Wittmund’ gönnte jeder den überraschenden Erfolg“, sagte Cassens. Er sprach auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die an der Turnierumsetzung mitgewirkt hatten, seinen Dank aus.