Vechta - An diesem Samstag um 19.30 Uhr trifft Rasta Vechta am zweiten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf die MLP Academics Heidelberg. Beide Clubs gewannen ihre Auftaktpartien, streben den zweiten Erfolg an. Tickets für den Rasta Dome gibt es noch auf www.rasta-vechta.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Auf Vechta wartet im zweiten Heimspiel binnen neun Tagen der nächste schwere Gegner. Mit den MLP Academics Heidelberg kommt der Vorjahresfünfte an die Pariser Straße. Und die Zukunftspläne des neunmaligen Deutschen Meisters sind groß. Ab der Saison 2019/2020 wollen die Heidelberger in einer neuen Arena mit Platz für 5000 Zuschauer spielen. Kostenpunkt: rund 25 Millionen Euro. Um diese Halle zu füllen, scheint ein Platz unter den Top-16 in Deutschland zwingend notwendig. „Wir wollen in drei Jahren in der Bundesliga spielen“, sagt Heidelbergs Geschäftsführer Matthias Lautenschläger.

Wie Rasta startete auch das Team von Coach „Frenki“ Ignjatovic mit einem runderneuerten Kader in die Saison. Fünf ihrer besten sechs Scorer der Vorsaison konnten die Heidelberger nicht halten. Mit Jelani Hewitt und Lennart Steffen (beide aus Köln) und Martin Seiferth von den Niners Chemnitz holten die Heidelberger aber auch wieder Qualität. Und Rookie Evan McGaughey zeigte beim 92:76-Auftaktsieg gegen die Karlsruhe Lions mit 24 Punkten, acht Rebounds und vier Assists gleich, wo die Reise hingehen soll. Mit Seiferth verbuchte der zweite Big Man 18 Punkte, ebenfalls acht Rebounds und starke drei Blocks. Dass mit Albert Kuppe ein weiterer Zwei-Meter-Mann elf Punkte machte, zeigt auf, wo Heidelberg Stärken hat. „Heidelberg ist ein sehr starker Gegner, sehr selbstbewusst. Das können sie auch sein, da sie eine starke Vorbereitung gespielt haben und auch gegen Karlsruhe hoch gewonnen haben“, so Rasta-Coach Doug Spradley.

Nervenstärke hatte der Gastgeber am ersten Spieltag unter Beweis gestellt. Praktisch in letzter Sekunde wurde die Saisonpremiere gegen die Römerstrom Gladiators Trier mit 83:80 gewonnen. Einen nicht unerheblichen Anteil am Heimsieg hatten Rastas Fans, als sie 89 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 76:77 zwei Freiwürfe des Gegners „rausgeschrien“ hatten.

„Solch eine Atmosphäre brauchen wir immer! Sie beeindruckt den Gegner, gibt uns Selbstvertrauen und macht Basketball in Vechta zu einem in dieser Liga einmaligen Erlebnis“, weiß Spradley. Der muss nach wie vor auf Kapitän Dirk Mädrich und Youngster Luc van Slooten verzichten. Alle weiteren Spieler im Kader sind spielbereit. „Wir haben in dieser Woche an den Dingen gearbeitet, die gegen Trier noch nicht so gut geklappt haben. Für uns gilt, dass wir konzentriert sein müssen – von Beginn an“, gibt Spradley die Richtung vor.