Vechta - Die Halbfinalserie der 2. Basketball-Bundesliga ProA, die über den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga entscheidet, ist ausgeglichen, denn Rasta Vechta unterlag bei den PS Karlsruhe Lions in Spiel 2 der Best-of-five-Serie mit 80:90 (18:13, 17:25, 23:28, 22:24). Das so wichtige dritte Spiel findet an diesem Freitag um 19.30 Uhr im Rasta Dome statt.
Nach der gewonnenen Hitzeschlacht am Samstag zu Hause, lieferten sich die Rastaner mit den Karlsruhern erneut ein intensives Duell über fast zwei Stunden. In der mit 1500 Zuschauern ausverkauften Europahalle erwischten die Hausherren in Sachen Trefferquote einen Sahnetag, trafen praktisch aus allen Lagen hochprozentig. Rasta hingegen schwächelte vor allem an der Freiwurflinie (15/29) und konnte aus 19 Karlsruher Ballverlusten und 13 Offensiv-Rebounds nicht genügend Profit schlagen. Gleich sechs Lions punkteten zweistellig, auf Seiten Rastas war Chris Carter mit 18 Zählern erfolgreichster Punktesammler.
Vechta begann gut, führte 13:8 (6.) und zur Pause mit 18:13. Doch ein viertelübergreifender 11:2-Lauf des Tabellenfünften brachte das Publikum auf Playoff-Temperatur. Vechta holte sich zwar die Führung zurück, doch eine von Karlsruhes Coach Michael Mai genommene Auszeit nahm dem Gast den Schwung.
Nach dem 35:38 zur Halbzeit lief das Team von Coach Doug Spradley nun konsequent einem Rückstand hinterher, denn auf Rastas Kampfgeist hatten die Karlsruher immer wieder eine passende Antwort in der Offensive parat und führten 64:55 (29.). Vollends abschütteln ließen sich die Rastaner nicht, doch über 82:71 und 88:79 (39.) ging das Spiel verloren.
Vechta: Carter (18 Punkte), Dunbar (5), Razis (4), Josh Young (2/5 Assists), Smith, Gonzalvez (10/5 Assists/6 Rebounds), Herkenhoff (6), Mädrich (17), Hinrichs (3), Christen (15/5 Rebounds).
Das von so manchem Beobachter bereits als entscheidend für die Serie eingeschätzte Spiel 3 an diesem Freitag löst beim Top-Seed des 2. Basketball-Bundesliga ProA, Jeremy Dunbar, derweil keine Bauchschmerzen aus.
„Druck hatten wir das ganze Jahr über, weil wir immer das Team sind, gegen das alle gewinnen wollen. Auch ich habe schon in einigen Halbfinalserien gespielt und fast immer eine Partie verloren. Von daher ist das für mich jetzt keine so außergewöhnliche Situation. Wir wollen auf jeden Fall den Heimvorteil wahren. Daher ist ein Sieg am Freitag Pflicht“, stellt Rastas Scharfschütze Dunbar klar.
