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Derby In Der Basketball Bundesliga Rasta Vechta zeigt Oldenburg klar die Grenzen auf


Austin Hollins, Guard bei RASTA Vechta in Aktion während der Partie zwischen RASTA Vechta und EWE Baskets Oldenburg.
Christian Becker / pfbecker.de

Austin Hollins, Guard bei RASTA Vechta in Aktion während der Partie zwischen RASTA Vechta und EWE Baskets Oldenburg.

Christian Becker / pfbecker.de

Vechta - Lange Gesichter bei den EWE Baskets Oldenburg, Feierstimmung bei Rasta Vechta: Das mit Spannung erwartete Derby in der Basketball-Bundesliga hat einen unerwartet klaren Ausgang genommen. Vechta überrollte die Baskets und fuhr einen deutlichen 100:85 (58:42)-Heimsieg ein. Für Oldenburg endete damit die Erfolgsserie von acht Siegen hintereinander. Aufsteiger Vechta hingegen setzte mit dem Sieg seinen Höhenflug in dieser Saison weiter fort und bleibt Tabellendritter. Das einzig Tröstende an diesem gebrauchten Samstagabend war für die Oldenburger, dass sie den direkten Vergleich noch für sich entscheiden konnten. Das Hinspiel gewannen die Baskets mit 19 Punkten Vorsprung (81:62).

Es war das erwartet rassige und heiß umkämpfte Derby gewesen. Bezeichnend dafür war die Szene gut 1:30 Minuten vor Ende des zweiten Viertel. Will Cummings spritzte dazwischen, schnappte Vechtas Spielmacher Josh Young in der eigenen Hälfte den Ball weg und zog mit Tempo zum Korb. Der Oldenburger punktete, bekam dabei aber den Arm seines hinterher eilenden Gegenspielers ins Gesicht und hockte kurz angeschlagen am Korb. Diese Intensität zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel.

Die Gastgeber aus Vechta gaben, angepeitscht von den eigenen Fans, im mit 3140 Zuschauern ausverkauften Rasta-Dome von Anfang an den Ton an und zeigten den Oldenburgern die Grenzen auf. Die Baskets, deren mitgereisten Fans das Team tapfer anfeuerten, hatten besonders unter dem Korb kaum Zugriff und ließen sich immer wieder durch schnelle Pässe in die Zone überrumpeln. Überragender Akteur aufseiten der Vechtaer war im ersten Viertel zweifelsohne Clint Chapman. Der US-Amerikaner verzeichnete alleine im ersten Viertel acht Punkte und kam am Ende auf 14 Punkte. Sein Teamkollege Thomas Joseph Bray erzielte 17 Punkte. Beste Werfer auf Oldenburgs Seite waren Cummings (25) und Rasid Mahalbasic (17). Nach den ersten zehn Minuten lag Rasta mit 23:18 in Front.

Der Zweite aus Oldenburg vermisste schmerzlich den weiter angeschlagenen Karsten Tadda in der Defensive. Zudem musste Trainer Mladen Drijencic auf Marcel Keßen verzichten. Der junge Center spielte mit der ProB-Mannschaft das entscheidende Playoff-Viertelfinale gegen Leverkusen.

Denn auch im zweiten Viertel hielt Vechta das Tempo hoch. Die Oldenburger waren immer einen Schritt zu spät und ließen Rasta teils völlig freie Würfe nehmen. Der Gastgeber aus Vechta kämpfte leidenschaftlich und ließ unter dem Korb kaum etwas zu und baute den Vorsprung kontinuierlich weiter aus. Zur Halbzeit führte Rasta deutlich mit 16 Punkten (58:42).

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte. Vechta kämpfte um jeden Ball und die Oldenburger kamen mit der körperbetonten Spielweise des Tabellendritten nicht zurecht. Selbst der sonst so starke Malhabasic sah gegen die Defensive der Gastgeber kaum einen Stich. Zehn Minuten später führte Vechta mit 79:62 und es ging ins letzte Viertel.

Den Oldenburgern gelang noch kaum etwas. Rasta hingegen, getragen von seinen lautstarken Fans im Rücken, spielte sich in einen Rausch und versenkte beinahe jeden Wurf von der Dreierlinie. Bei den Baskets ließen hingegen spürbar die Kräfte nach. So klaute Vechtas Austin Hollins Mahalbasic viereinhalb Minuten vor Schluss den Ball aus den Händen und leitete den Fastbreak ein. Die nachfolgenden Freiwürfe verwandelte Chapman sicher. Nachdem Michael Kessens die 100 für Rasta voll machte, war die Demütigung perfekt. Durch den Rasta-Dome hallte es lautstark: „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“.

Die Stimmen zum Spiel:

Rasid Mahalbasic (EWE Baskets): „Der einzige Grund, aus dem wir heute verloren haben, ist: Vechta war heute besser. Super gespielt, super Kulisse, da kann man nur gratulieren.“

Robin Christen (Rasta Vechta): „Derbysieger – das hört sich gut an. Wir wussten, dass wir was gutzumachen hatten aus dem Hinspiel, sind mit viel Feuer rausgekommen, hat gut geklappt.

Wir haben uns vor der Saison als Ziel gesetzt, mit jedem Spiel besser zu werden. Das läuft ganz gut.

Wir feiern gleich mit den Fans. Wer den Rasta Dome kennt, der weiß, dass die Fans hier noch bis spät bleiben und mit uns feiern. Und wer’s nicht kennt, sollte unbedingt mal vorbeikommen.“

Mladen Drijencic (Trainer Baskets): „Ich gratuliere Vechta zum Sieg und der großartigen Atmosphäre hier. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Wenn man mit wenig Emotionen, Energie und Zusammenhalt in der Verteidigung spielt und dann vor dieser Kulisse zur Halbzeit 58 Punkte kassiert hat, ist es schwer. Man hat gemerkt, wie seht uns Karsten Tadda in der Defensive fehlt. Dass wir noch am Mittwoch gespielt haben, darf keine Ausrede sein. Die Jungs sind es seit Jahren gewohnt, zwei Spiele pro Woche zu haben. Das einzig Positive, was wir aus Vechta mitnehmen, ist der gewonnene direkte Vergleich.“

Pedro Calles (Trainer Vechta): „Wir waren über 40 Minuten konstant gut. Das war wichtig, weil wir im Hinspiel gesehen haben, dass Oldenburg ein Spiel in einem Viertel entscheiden kann. Wir haben defensiv gut gespielt und im Angriff die Schwächen des Gegners ausgenutzt. Es ist ein toller Tag für uns, ich wünsche den Fans einen großartigen Abend.“

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