VECHTA - Dressurhoffnungen geben nach wie vor den Ton an. Internationale Bieter ersteigern Nachwuchscracks.
Von Christoph Floren
VECHTA - Auslandskunden haben am Sonnabend, bei der 66. Eliteauktion im Oldenburger Pferdezentrum Vechta, Regie geführt. So sicherte sich der Grand Prix-Dressurreiter Dr. Jorge Ferreira da Rocha (Brasilien) für 150 000 Euro die Versteigerungsspitze „Reader’s Digest“. Aussteller des Vierjährigen waren der Zuchtstall Kotschofsky (Visbek) und Marcel de Wilde (Belgien). Der Schimmelwallach geht zur Ausbildung in den Stall von Eva Schulte-Günne und Norbert van Laack in Möhnesee/Günne (Nordrhein-Westfalen). Das Ehepaar trainiert die Top-Dressurreiter Brasiliens.Ambitionen für das Viereck hat auch das mit 140 000 Euro zweitteuerste Pferd „Donna Medici“ (v. Don Larino–Rouletto). Bei der von Egon Janssen (Wilhelmshaven) gezogenen und von Heiko Klausing (Zuchthof Aschen) vorgestellten Stute gab es für Jasmin Troike (Lübeck) kein Halten. Unüberhörbar bot die Sponsorin der früher in Cappeln beheimateten Dressur-Kaderreiterin Martina Hannöver-Sternberg, die unter anderem „Rubinstein“ in den Sport gebracht hat, im Duell der Gebote Auktionator Uwe Heckmann paroli: „Bitteschön, Herr Heckmann, nur zu!“ Für ihre Neuerwerbung hatte Troike gleich ein Leckerli zur Hand.
Bei seinem ersten Besuch in Vechta fündig wurde der sechsfache indische Meister der Dressurreiter Kapil Modi. Für 30 000 Euro ersteigerte der Hobbykoch aus Neu Dehli, der auch international erfolgreich reitet, „Point to Point“ (v. Pik Noir-Don Gregory; Züchter/Aussteller: Otto Baumann (Großenkneten). Zur Seite stand Modi, der für den Oldenburger Verband auf dem Subkontinent tätig wird, der Landwirtschaftsexperte Otto Meyer-Gerbaulet.
Positives ergab sich zudem für die heimische Region. Mit den Springställen Wernke (Holdorf), Sprehe (Löningen-Benstrup) und Stevens (Molbergen), dorthin gingen mit „Colino Z“ (28 000 Euro), „Charade“ (27 000 Euro) und „Lombardo K“ (10 000 Euro) drei Pferde, waren diesmal auch Reiter aus dem Oldenburger Münsterland am Zug.
So zeigten sich Verbandspräsident Wilhelm Weerda und Auktionator Heckmann beim Auktionsfazit zufrieden : „Das Jahr hat für Oldenburg sehr gut angefangen. Wir konnten den Trend aus 2006 fortsetzen.“ Allerdings vergaß Heckmann auch die Kritik nich: „Normale Springpferde sind immer schwerer an den Mann zu bringen“.
Mehr Informationen auch unter www.oldenburger-pferde.com
