VECHTA - Die Preisspitze geht für 45 000 Euro nach Großbritannien. Der Verband zeigt sich zufrieden mit dem Versteigerungsjahr.
Von Christoph Floren
VECHTA - Als gutes Pflaster hat sich Vechta für den Pferdemann Aram Gregory aus Großbritannien erwiesen. Bei der 39. Spezial-Auktion am Sonnabend schlug der Dressurfan, der sich auf der Insel von Olympiareiter Carl Hester beraten lässt, gleich vierfach zu. Für 45 000 Euro sicherte er sich nach dem Topgebot „Don Goliath“, einen von Erich Alberding (Essen) gezogenen Dunkelfuchs mit einem Donnerschwee-Walldorf-Pedigree, sowie drei weitere Talente.37 Dressur- und Springpferde sowie elf „Springyoungster“ und Junghengste umfasste das zum Ausklang des Oldenburger Auktionsjahres aufgebotene und von Auktionator Uwe Heckmann zugeschlagene Lot. Während im Preisgefüge das Dressur-Segment einmal in Front lag, ging die Springspitze „Lanzelot“ (v. Landor S-Zeus; Z.: Elisabeth und Viktor Gottlieb, Wiefelstede) für 23 000 Euro nach Spanien an ein Syndikat um Cristina Figueroa.
Eine weite Reise tritt der gekörte Rapphengst „Starlight“ von Sandro Hit-Cordeur (Z.: Dr. Günther Bunge, Wagenfeld; Aussteller: Stall Gerkenhof, Kirchlinteln) an. Für 40 000 Euro sicherte ihn sich der von Karin Rehbein (Groenwohldhof) trainierte Dressurstallbesitzer Rick Silvia (US-Bundesstaat Florida).
Für internationales Flair im Versteigerungsrund sorgte auch der iranische Taekwondo-Weltmeister Hadi Saei. 13 000 Euro bot der am Springsport Freude habende Sportler auf Anraten seines Reitlehrers für den bereits in Parcours bis zur Klasse M erfolgreichen „Larinero“ (v. Landfriese II-Löwenstein, Z.: Ludwig Zurborg, Essen).
Doch auch Spitzenreiter aus der Region hatten den Weg nach Vechta gefunden. So hielten unter anderem Rolf Moormann (Ahlhorn) und Peter Wernke (Holdorf) Ausschau nach Talenten für ihre Ställe.
Zufrieden mit dem Versteigerungsjahr zeigte sich auch Oldenburgs Präsident Wilhelm Weerda nach Auktionsschluss. Sein Dank galt besonders den ausländischen Kunden, die zunehmend auf das Verbands-Engagement in ihrer Heimat ansprechen. Aber Weerda konnte auch aus einem anderen Grund lächeln. Wenige Tage zuvor war der 64-jährige Wilhelmshavener, der die Züchter seit 1995 führt, wiedergewählt worden.
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