Vechta - Wenn alles gegen einen spricht, muss man sich eben selbst Mut zusprechen. Und genau das machen die Verantwortlichen und die Basketballer des Bundesliga-Schlusslichts Rasta Vechta. Dass man ja noch eine kleine Chance habe, die Klasse zu halten. Dass man einem Sieg oft nahe gewesen sei. Dass man auf keinen Fall aufgeben werde – und Ähnliches ist von Seiten des Schlusslichts zu hören. Was soll man fünf Spieltage vor Ende nach zwölf Niederlagen in Serie und mit sechs Punkten Abstand zur Nichtabstiegszone auch anderes sagen. Das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Tigers Tübingen an diesem Donnerstag (20 Uhr) muss Rasta gewinnen – da kann man sagen, was man will.

Sollte Vechta nicht gewinnen, dürfte der Gründonnerstag für viele Fans zum schwarzen Donnerstag werden. Wäre der Abstieg doch mit einer Niederlage zumindest so gut wie besiegelt. Mut machen könnte den Vechtaer Fans, die schon wieder für einen ausverkauften Rasta-Dome sorgen, dass das Team von Patrick Elzie das Hinspiel in Tübingen gewonnen hat. Im Oktober – als es noch gut für den Aufsteiger aussah – konnte sich Rasta mit 71:62 im sechsten Erstliga-Spiel den zweiten Sieg sichern.

Allerdings hatte das Team vor einem halben Jahr noch ein anderes Gesicht. Marcus Neal, Steven Esterkamp und Dylan Talley sind gegangen, dafür Brandon Bowman, Will Conroy sowie Rashad Bishop verpflichtet worden. Und auch bei den Baden-Württembergern, die eine gute Dreierquote vorweisen, hat sich einiges getan: Vor allem die Rückkehr des serbischen Spielmachers Branislav Ratkovica an den Neckar hat das Team verstärkt.

Dennoch schweben auch die Tübinger in großer Abstiegsgefahr. Sie werden den Vechtaern nichts schenken. Was soll man da noch sagen, außer: Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Erfolge sehen – bejubelt mit der Siegerfaust.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)