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Fußball VfB-Anhänger rätseln über „Mister X“

Oldenburg - Für einige Spieler von Fußball-Kreisligist TuS Eversten und ihren Trainer Sascha Sengstake ist das Duell an diesem Sonntag (16 Uhr, Hundsmühler Höhe) gegen den VfB ein Abschiedsspiel. Für den neuen Sportleiter, den der Regionalligist nach dem Abgang von Julian Lüttmann (Vertragsende: 30. Juni) erst am kommenden Mittwoch vorstellen will, könnte die Partie dagegen eine Art Begrüßungsspiel sein. Allerdings muss der Nachfolger des 33-jährigen Ex-Stürmers auf Wunsch der Vereinsführung noch inkognito bleiben.

Großes Geheimnis

„Ich weiß nicht, ob er am Sonntag da ist“, erklärt Coach Predrag Uzelac, der über den Lüttmann-Nachfolger nichts sagen kann, weil sich die VfB-Spitze, die sich umgehend am Donnerstag mit ihrem Wunschkandidaten einig geworden war, entschieden hat, bis zum nächsten Mittwoch ein großes Geheimnis aus dem Namen zu machen.

„Natürlich ist es schade, dass Julian geht. Wir haben sehr gut und sehr eng zusammengearbeitet. Wir haben bei allen Entscheidungen fast zu 100 Prozent die gleiche Denke gehabt“, sagt Uzelac, der am Mittwochabend noch mit Lüttmann die weiteren Planungen besprochen hatte. Wenig später war die Zeit des 33-Jährigen, der bis zuletzt auf ein verbessertes Angebot des VfB gehofft hatte, in Oldenburg Vergangenheit.

Offiziell hat Sportvorstand Gerd Meyer nun vorübergehend die Aufgaben übernommen. Es dürfte allerdings klar sein, dass sich Uzelac und der Lüttmann-Nachfolger schon jetzt abstimmen.

Es ist davon auszugehen, dass sich „Mister X“ die aktuelle Mannschaft am Sonntag in Eversten vor Ort anschauen wird. Die Zusage für das Testspiel hatte noch Lüttmann dem Kreisligisten gegeben.

Für Sengstake, der aus beruflichen Gründen nicht mehr weitermacht, ist es der letzte Tag als TSE-Trainer. Ab Montag übernimmt Brian Adamovic (sein Vorgänger bis Oktober 2014) wieder die Verantwortung. Auch für Betreuer Arne Frodel und Spieler wie Kai Hoffmann (verletzungsbedingtes Karriereende), Alex Menzer (berufsbedingt), Patrick Zoller, Sebastian Lange, Marco Elbrandt (wechseln in untere Mannschaften) und Yasha Grigoleit (verlässt Eversten) ist die Partie ein Abschiedsspiel.

Viele VfB-Anhänger, die auf den Namen des neuen Sportleiters gespannt sind, dürften ihre Blicke in den 90 Minuten immer wieder die Seitenlinie entlangwerfen. Für die Kiebitze noch einmal ein paar Hinweise: Um die 50 Jahre soll der neue Sportleiter sein, er soll über einen Trainerschein und ein gutes Netzwerk verfügen sowie wohl auf eine Vergangenheit im VfB-Trikot zurückblicken.

Viele Spekulationen

In Fan-Kreisen werden unter anderem Frank Claaßen (47, zuletzt Trainer bei Landesliga-Absteiger Kickers Wahnbek), Jörg-Uwe Klütz (46, Rücktritt als Trainer von Ligarivale BV Cloppenburg) und Thomas Möller (47, Trainer bei Regionalliga-Absteiger VfR Neumünster) gehandelt.

Dass der schnell gefundene Wunschkandidat vielleicht noch bei einem Verein in der Verantwortung steht, könnte eine Erklärung für die verzögerte Präsentation sein. Eine Tätigkeit bei einem unterklassigen Club dürfte allerdings nicht unbedingt ein Hindernis sein. Der VfB könne sich aktuell keinen hauptberuflich tätigen Sportleiter leisten, hatte Meyer am Donnerstag erklärt. Der Posten sei so zugeschnitten, dass er nebenberuflich erledigt werden soll.

Wirft man einen Blick auf die Oldenburger Trainerbänke, würde auch Ralf Voigt von Bezirksligist GVO ins Raster passen. Er ist 49 Jahre alt, spielte in den 80er-Jahren beim VfB, besitzt einen Trainerschein und bringt als Teambetreuer bei der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) beste Kontakte und viel Erfahrung mit.

Ein gutes Netzwerk braucht der neue Mann in jedem Fall, um die bislang stark verjüngte Mannschaft des VfB konkurrenzfähig aufzustellen. Drei Testspieler sollten in dieser Woche ihr Können zeigen. Der in seiner Jugendzeit in Oldenburg ausgebildete Flodyn Baloki (zuletzt beim SV Eichede in der Schleswig-Holstein-Liga aktiv) wirkte nur bei der Einheit am Dienstag mit. „Er sollte eigentlich noch einmal wiederkommen, hat aber abgesagt“, meint Uzelac über den 24-jährigen Mittelfeldspieler, der stattdessen beim BVC zum Probetraining antrat.

Este zeigt sich

Auch bei Kai Schmidt war es ein kurzes Gastspiel. Der 21-jährige Mittelstürmer, der zuletzt in 25 Spielen 24 Treffer für die dritte Werder-Mannschaft in der Bremen-Liga schoss, musste aufgrund von Blasen am Fuß passen.

Dagegen wird der Este Siim Tenno (24), defensiver Mittelfeldspieler des VfR Neumünster, wohl auch in Eversten mit dabei sein. „Er ist lauf- und zweikampfstark und kann Fußball spielen“, urteilt Uzelac und ergänzt: „Wir werden uns am Montag mit ihm unterhalten.“ Wahrscheinlich sitzt dann auch der neue Sportleiter mit am Tisch.

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