Oldenburg/Kiel - Die einen wollen nicht – die anderen können nicht: Wenn der VfB Oldenburg an diesem Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) bei Holstein Kiel II antritt, treffen zwei Teams aufeinander, die mit einem möglichen Aufstieg in die 3. Liga ganz sicher und sehr, sehr sicher nichts zu tun haben werden. Während die Zweitliga-Reserve von der Förde (26 Spiele/48 Punkte/3. Platz) in dieser Saison sportlich lange den Anschein erweckt, aber keine Lizenz beantragt hat, ist der VfB (24/37/8.) das Lizenzierungsverfahren angegangen, blieb aber die Befähigung für die Dritte Liga in vielen Saisonphasen und auch zuletzt mehr als schuldig.

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Die Szene, die die VfB-Gemüter erhitzte: Drochtersens Torwart Patrick Siefkes kommt gegen Oldenburgs Elsamed Ramaj zu spät.

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Lars Blancke Sarom Siebenhaar
Oldenburg

Der Ehrgeiz: „Auch wenn die Kieler nicht für die 3. Liga gemeldet haben, werden die gegen uns sicher ganz anders auftreten als in den vergangenen Spielen“, sagt VfB-Coach Fuat Kilic über den Gegner, der in bislang vier Partien im März vier Punkte geholt hat. Davor hatte die Holstein-Reserve einem Jahresfehlstart mit zwei Niederlagen im Februar drei Siege folgen lassen. „Gegen uns legen alle Teams immer noch etwas mehr an Ehrgeiz drauf“, meint Kilic.

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Die Schwankungen: Die Oldenburger waren mit sieben Punkten aus vier Spielen in 2024 gestartet, doch ein 0:1 bei Teutonia Ottensen und ein 1:3 gegen Drochtersen/Assel sorgten für enorme Ernüchterung. „Diese Schwankungen in der Mannschaft, das überrascht mich so extrem“, bekundet Kilic, berichtet aber zugleich auch, dass der Ärger über eine nicht gegebene Rote Karte für Drochtersens Keeper und ein wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht zählendes Anschlusstor zum 2:3 im Team noch immer nachhallt.

Wieder zurück beim SSV Jeddeloh: Trainer Björn Lindemann (Mitte, in blau) leitete am Donnerstagabend in Edewecht die erste gemeinsame Trainingseinheit. Am Sonntag geht es für die Ammerländer zum FC Teutonia Ottensen.

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Lars Puchler
Jeddeloh
Julian Bennert setzt sich im Spiel gegen Meppen durch: Ab Sommer spielt der Stürmer vom Regionalligisten SSV Jeddeloh für Landesligist GW Firrel.

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Firrel

Das Manko: „Wir waren einfach zu konteranfällig“, nennt der Coach den Hauptgrund für die zweite Heimpleite der Saison (die erste war ein 0:2 im Hinspiel gegen Kiel II). Hier wurde im Training auch ein Schwerpunkt gesetzt. Eine bessere Restverteidigung bei eigenem Ballbesitz und eine bessere Positionierung beim Kampf um zweite Bälle nach langen Schlägen des Gegners sind unabdingbar, um bei den nur bedingt heimstarken Kielern (12 Spiele/20 Punkte), die unbedingt ausbaufähige Auswärtsbilanz (11/10) aufzuhübschen. „Das hatten wir alles vor dem Drochtersen-Spiel besprochen, es wurde aber nicht umgesetzt“, klagt Kilic.

Das Personal: Beim VfB gibt’s ein paar Fragezeichen. Offensivdribbler Aurel Loubongo, der krankheitsbedingt gegen Drochtersen erstmals seit seinem Wechsel im Sommer 2023 zum VfB nicht auf dem Platz stand (zuvor 18 Startelf-Einsätze, fünfmal eingewechselt), hat wieder leicht trainiert. Marcel Appiah (sah Gelb-Rot im Hinspiel) und Pascal Richter sind nach etwas längerer Krankheit wieder eingestiegen. Sie wollen sicher – ob sie wieder spielen können, ist die Frage.

Ein Foul, zwei verletzte Gegner, einmal Gelb: Die Ampelkarte, die Matthias Goosmann (Nr. 8) gegen Celle nur 17 Minuten nach dieser Verwarnung sah, war nur eine von vielen unnötigen VfL-Aktionen in den vergangenen Wochen.

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Manfred Mietzon Jan Zur Brügge
Oldenburg
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Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion