Hannover - Pure Erleichterung beim VfB Oldenburg: Bei der Premiere des neues Trainers Fuat Kilic feierte der Fußball-Drittligist gegen Borussia Dortmund II einen ganz wichtigen 2:1 (1:1)-Sieg. Ayodele Adetula traf in der 87. Minute zum Sieg – nach zuvor fünf Niederlagen in Serie. Die Führung des Startelf-Debütanten Linus Schäfer (8. Minute) hielt nur kurz, Falko Michel glich für den BVB aus (17.). Das sind die Reaktionen:
Fuat Kilic (Trainer VfB Oldenburg): „Es ist ganz wichtig, dass wir diesen Negativtrend gestoppt haben. Wir wollten an der Ordnung arbeiten und mit Ball mutig sein. Wir haben in der ersten Halbzeit gute Torchancen, aber beim Gegentreffer unsere Ordnung verloren. Wichtig war, dass wir dann in der zweiten Halbzeit noch mehr Mut gezeigt haben und den Gegner unter Druck gesetzt haben. Wir wussten, dass wir geduldig sein und auf unsere Chance warten müssen. Wir haben den Konter bekommen, da läuft Ayo überragend und Rafa spielt einen starken Pass. Ich freue mich für die Mannschaft, sie hat die Situation angenommen. Ich habe hier jeden Tag eine sehr konzentrierte und willige Mannschaft gesehen.“
Jan Zimmermann (Trainer Borussia Dortmund II): „Ich habe ein zerfahrenes Spiel gesehen, Abstiegskampf. Beide Mannschaften hatten ihre Situationen. Wenn wir den Elfmeter vor der Pause treffen, haben wir sehr große Chancen, als Sieger vom Platz zu gehen. Dass wir auswärts kurz vor Schluss durch einen Konter verlieren, ist einfach unnötig. Das müssen wir schleunigst abstellen. So wird es schwer, die Punkte zu holen, die du brauchst.“
Linus Schäfer (VfB-Startelf-Debütant und Torschütze): „Es hat sich angedeutet, aber ich habe meine Nominierung im Abschlusstraining erst erfahren. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, auch wenn der BVB das in der ersten Halbzeit nicht schlecht gemacht hat. Man hat den größeren Willen bei uns gesehen. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert und verdient gewonnen.“
Sebastian Mielitz (Torwart VfB Oldenburg): „Es fühlt sich richtig geil an. Das Gefühl möchte ich am liebsten jede Woche haben. Wir haben lange dafür gearbeitet und Glück hat nur der Tüchtige. Der Stürmer macht es clever, aber ich habe den Elfmeter gehalten, das ist was zählt. Mit einem neuen Trainer kommt immer frischer Wind rein, er hat heute das Optimum herausgeholt. Ich möchte aber Dario Fossi nicht vergessen, der ein bestelltes Feld hinterlassen hat. Die Mannschaft war nie tot, immer intakt. Manchmal ist ein kleiner Impuls nötig. Wir hatten heute aber auch Glück. Es war ein Endspiel heute, das kann man schon so sehen. Wir müssen jedes Spiel angehen, als sei es das letzte.“
