Oldenburg - Im dritten Punktspiel des Jahres hat Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg den ersten Sieg eingefahren. Am Sonntagnachmittag gewann das Team von Trainer Fuat Kilic vor 2397 Zuschauern im Marschwegstadion mit 2:0 (1:0) gegen Weiche Flensburg. Durch den Erfolg hält der VfB zumindest den Kontakt zur Spitzengruppe. In den ersten beiden Spielen des Jahres hatte es aus Oldenburger Sicht ein Remis (0:0 bei Kilia Kiel) und eine Niederlage (2:3 beim SV Meppen) gegeben. Die Treffer gegen Flensburg erzielten Elsamed Ramaj (45. Minute) und Kamer Krasniqi (63./Handelfmeter). Der VfB verdiente sich den Sieg durch eine gute kämpferische Vorstellung. Mit etwas mehr Glück im Abschluss wäre der Erfolg noch höher ausgefallen.

Der in der Winterpause verpflichtete Ramaj stand beim VfB in der Startelf, Rafael Brand nahm auf der Bank Platz. Dort saß auch erneut Innenverteidiger Marcel Appiah, die Kapitänsbinde trug Leon Deichmann. Verletzungsbedingt nicht dabei waren Max Wegner und Patrick Möschl.

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Sebastian Schachten (rechts) war zu Gast bei NWZ-Redakteur Lars Blancke.

NEUE FOLGE NORDWESTKURVE Sebastian Schachten zu Gast – Von Raúl, Reus und Derby-Schmerzen

Lars Blancke Mathias Freese
Oldenburg
Vorbericht
Mit Tor und Vorlage in Meppen: Rafael Brand

HEIMSPIEL GEGEN WEICHE FLENSBURG VfB Oldenburg auf der Suche nach Rhythmus und Schärfe

Lars Blancke
Oldenburg
Aufgrudn des völlig durchnässten Bodens bleiben die Sportplätze in Oldenburg gesperrt.

NUR KUNSTRASEN BESPIELBAR Viel zu nass – Sportplätze in Oldenburg bleiben gesperrt

Oldenburg

Auf tiefem Rasen war das Spiel von Zweikämpfen geprägt, spielerische Momente waren in der Minderheit. Die von Ex-Oldenburg-Coach Torsten Fröhling (er hatte 2010/11 beim VfB gearbeitet) trainierten Gäste präsentierten sich durchaus mutig und offensivfreudig, klare Chancen erspielte sich das Team zunächst aber nicht. Im Laufe der ersten Hälfte wurde der VfB die stärkere Mannschaft, Ramaj erwies sich auf der linken Seite als Aktivposten. Und die Oldenburger kamen zu einigen Möglichkeiten, bei denen aber allesamt große Abschlussschwächen zu Tage traten – zum Teil lag das auch an den schlechten Platzverhältnissen. Kurz vor der Pause belohnte sich der VfB dann doch für seine Feldüberlegenheit: Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Ball in den Strafraum und Ramaj vollendete aus kurzer Distanz zum 1:0.

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte eine Szene vor dem Flensburger Kasten für Erheiterung – und Verzweiflung. Wie bei einem Flipperspiel sprang der Ball vor dem Gästetor im Strafraum hin und her, kein Oldenburger war aber in der Lage, ihn ins Tor zu bringen. Die große Chance dazu hatte in der 63. Minute dann Krasniqi. Er trat zum Elfmeter an, den es wegen eines Handspiels gab. Der Mittelfeldmann verwandelte souverän zum 2:0. Gästecoach Fröhling wechselte unmittelbar danach zweimal, unter anderem kam der Ex-Oldenburger Marten Schmidt aufs Feld. Ab der 75. Minute agierte Flensburg mit einem Mann weniger. Der aus der Jugend des VfL Oldenburg stammende Pelle Hoppe sah die Gelb-Rote Karte. Er sprintete nach der Entscheidung des Schiedsrichters quer übers Feld in Richtung Kabine, um seiner Mannschaft keine unnötige Spielzeit zu rauben.

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Die große Schlussoffensive der Flensburger gab es allerdings nicht mehr, der VfB brachte den Erfolg recht sicher über die Zeit. Kurz vor Schluss verhinderte VfB-Torhüter Jhonny Peitzmeier mit einer starken Aktion bei einem Schuss aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer.

Das nächste Spiel bestreitet der VfB am kommenden Samstag (13 Uhr) beim Hamburger SV II. Am Sonntag, 3. März (14 Uhr), ist dann Eintracht Norderstedt zu Gast im Marschwegstadion.

Bereits einige Stunden vor dem Spiel gegen Flensburg hatten Oldenburger Anhänger an den im Januar bei einem Verkehrsunfall verstorbenen VfB-Fan Marlon erinnert. Sie zogen in einem Trauermarsch durch die Stadt. Auch im Stadion wurde mit einer Ansprache von Stadionsprecher Heiko Büsselmann und mit einem großen Transparent an Marlon erinnert, der nur 18 Jahre alt geworden war.

Vor dem Spiel erinnerten Anhänger des VfB Oldenburg bei einem Trauermarsch durch die Stadt an den bei einem Verkehrsunfall gestorbenen VfB-Fan Marlon. (Bild: Sascha Stüber)

Vor dem Spiel erinnerten Anhänger des VfB Oldenburg bei einem Trauermarsch durch die Stadt an den bei einem Verkehrsunfall gestorbenen VfB-Fan Marlon. (Bild: Sascha Stüber)

VfB: Peitzmeier – Deichmann, Schröder, Adam – Krasniqi (90.+1 Appiah), Demaj (85. Buchtmann), Käuper (80. Plume), Ramaj (69. Loubongo), Schäfer (78. Brand), Knystock – Ziereis.

Flensburg: Heim – Foelster, Pfeil, Rehfeldt – Cherif (83. Thomsen), Schleemann (46. Behrmann), Hartmann, Hoppe – Ehlers (55. El-Kandoussi), Guder (64. Schmidt), Kieselbach (64. Brügmann).

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)