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Testspiele zwischen Frust und Freude Diese Lehren zieht VfB Oldenburg aus dem 0:2 in Gladbach

Lars Blancke
Lars Blancke Wolfgang Wittig
Hatte auf der linken Seite gut zu tun: Oldenburgs Dominique Ndure (rechts) behauptet den Ball gegen Gladbachs Torschützen Patrick Herrmann.

Hatte auf der linken Seite gut zu tun: Oldenburgs Dominique Ndure (rechts) behauptet den Ball gegen Gladbachs Torschützen Patrick Herrmann.

Volkhard Patten

Oldenburg - Wie unterschiedlich zwei Niederlagen wirken können, erlebt der VfB Oldenburg in dieser Winter-Vorbereitung. Während Dario Fossi auch am Samstag noch merklich angefressen wegen des schwachen Auftritts seiner Spieler am Donnerstag beim 1:5 gegen Drittliga-Rivale Erzgebirge Aue war, zeigte sich der Trainer nach der 0:2-Testspielniederlage gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach deutlich zufriedener.

„Die Einstellung meiner Jungs war so, wie ich das erwartet hatte – nicht so wie gegen Aue. Wir fahren nicht sehr zufrieden, aber erleichtert nach Hause. Nach einem 1:5 macht man sich schon so seine Gedanken“, sagte Fossi nach der knappen Niederlage gegen den Erstligisten, bei dem zwar nicht die komplette Stammformation, aber große Teile davon auf dem Platz standen. Die deutschen Nationalspieler Jonas Hofmann und Florian Neuhaus sowie Ramy Bensebaini und Manu Koné begannen, während große Namen wie Lars Stindl, Alassane Pléa, Christoph Kramer, Nico Elvedi und Ko Itakura zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurden. Bensebaini (19. Minute) und Patrick Herrmann (75.) erzielten die Gladbacher Tore vor 820 Zuschauern auf dem Fohlenplatz direkt neben dem Borussia-Park.

Stabile Dreierkette

„Ich habe ein tolles Spiel mit einem tollen Ergebnis gesehen“, freute sich Fossi über den guten Eindruck. Ein paar wichtige Erkenntnisse konnte der Coach schließlich auch gewinnen. Der 41-Jährige nutzte den Abschluss des Kurz-Trainingslagers am Niederrhein nämlich als Härtetest für viele seiner Stammkräfte, die auch am kommenden Freitag (19 Uhr) beim Pflichtspielstart beim FSV Zwickau auflaufen werden.

So setzte der Coach vor dem stark haltenden Torwart Sebastian Mielitz (Test-Keeper Florian Palmowski kam nicht zum Einsatz) auf eine Dreierkette mit Abwehrchef Marcel Appiah, Oliver Steurer und Leon Deichmann. Weil der VfB insgesamt defensiv stabil stand und nach 33 Gegentoren in 17 Drittliga-Partien auf der Suche nach mehr Kompaktheit ist, dürfte dieses taktische System auch in Zwickau zum Einsatz kommen. Im vergangenen Jahr hatte der VfB noch oft aus einer Viererkette heraus agiert. Lediglich bei Bensebainis Tor – der algerische Nationalspieler ließ gleich vier Oldenburger wie Fahnenstangen stehen – sah der Drittligist richtig schlecht aus. „Da haben wir Spalier gestanden, da hätten wir fast noch applaudieren können“, kritisierte Fossi.

Fitness-Fragen offen

Im Fünfer-Mittelfeld rückte derweil in Gladbach der vielseitige Dominique Ndure auf die linke Seite, rechts agierte Patrick Möschl. Das defensive Mittelfeld-Zentrum bildeten Robert Zietarski und Kamer Krasniqi, offensiver agierte Manfred Starke hinter den beiden Spitzen Kebba Badjie und Ayodele Adetula. Während in der Dreierkette in Zwickau Änderungen unwahrscheinlich erscheinen, kann sich davor noch einiges tun. Kapitän Max Wegner fehlte mit einer Fußverletzung, wird gegen Zwickau aber wohl einsatzfähig sein. Zugang Marc Stendera hat noch einen Trainingsrückstand, Christopher Buchtmann wurde aus Gründen der Belastungssteuerung geschont – speziell von diesem Mittelfeld-Duo erhofft sich der VfB im neuen Jahr einen Qualitätssprung. Es steht allerdings ein Fragezeichen dahinter, ob sie bereits bei den punktgleichen Sachsen ein Thema für die Startelf sind. Auch Stürmer Patrick Hasenhüttl und Linksverteidiger Nico Knystock kamen wegen kleinerer Blessuren nicht zum Einsatz. Den ukrainischen Testspieler Oleg Gorin wechselte Fossi in der letzten halben Stunde ein, wie es mit ihm weitergeht, ist noch offen.

Dass das für Sonntag angesetzte Testspiel gegen den SSV Jeddeloh aufgrund eines Todesfalls im Kader des Regionalligisten ausfallen würde, erfuhren die VfB-Spieler indes erst nach dem Abpfiff in Mönchengladbach. Trainer Fossi setzte stattdessen eine Einheit am Sonntag in Oldenburg an.

Lars Blancke
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