Oldenburg - Nach dem Schlusspfiff feixte Jhonny Peitzmeier mit seinen Teamkollegen vom VfB Oldenburg. Nicht nur der fünfte Sieg aus den vergangenen sechs Spielen (dazu ein Remis) sorgte für beste Laune beim Torwart des Fußball-Regionalligisten, das 1:0 (1:0) am Freitagabend beim FC St. Pauli II war für Peitzmeier auch ein Erfolg gegen die alten Mitspieler, mit denen er in der Vorsaison noch zusammen gekickt hatte. „Ich kannte noch sehr viele aus der Pauli-Mannschaft. Es freut mich unfassbar, dass ich gegen mein altes Team gewonnen habe“, sagte Peitzmeier im Gespräch mit unserer Redaktion.
Die Null gehalten
Der Arbeitssieg vor 200 Zuschauern (140 aus Oldenburg) im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion brachte Peitzmeier ein persönliches Glücksgefühl, er brachte dem VfB drei weitere Punkte und er brachte dem inzwischen wieder sehr selbstbewusst auftretenden Team von Coach Fuat Kilic weitere gute Nachrichten. Die erste davon ist eine, die vor allem dem Trainer und seinem Torwart gut gefällt: Der in der ersten Halbzeit überlegene VfB, der durch ein Tor von Aurel Loubongo verdient führte (32. Minute), schaffte es in einer schwächeren zweiten Halbzeit, ohne Gegentor zu bleiben und den Dreier nach Hause zu bringen. „Die Spielkontrolle ist uns in Halbzeit zwei zwar nicht verloren gegangen, aber wir haben so ein bisschen das Glück erzwungen, das Spiel letztlich zu gewinnen. Es ist auch nicht einfach, gegen eine solche Mannschaft zu spielen, die eklig spielt, die auch mannschaftlich und technisch gut ist. Wir haben auch gezeigt, dass wir in der Lage sind, eine knappe Führung bis zum Ende zu verteidigen“, sagte Peitzmeier, für den es nach dem 2:0 beim Bremer SV erst das zweite Spiel im VfB-Trikot war, im dem er ohne Gegentor blieb. „Nach der Pause haben wir den Ball zu schnell wieder hergeschenkt. Entscheidend ist aber, dass wir endlich mal wieder zu Null gespielt und die drei Punkte haben“, resümierte auch Kilic.
Dominant aufgetreten
Die zweite gute Nachricht des Tages war, dass der VfB dominant und im Stil eines Favoriten die erste Halbzeit absolviert hatte. Loubongos abgefälschter Schuss zum 1:0 war nur eine von mehreren guten Szenen, vor allem Max Wegner hatte nur kurz danach eine Riesenchance auf das 2:0. Von der Unsicherheit der ersten Saisonwochen ist inzwischen nichts mehr zu sehen, der Drittliga-Absteiger hat sich unter Kilic merklich stabilisiert. „Wir haben den Gegner gar nicht ins Spiel kommen lassen in der ersten Halbzeit, genau das hatten wir uns vorgenommen. Wir hätten zwei, drei Situationen besser ausspielen müssen und hätten gerne einen nachlegen können“, sagte Kilic. 16 von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen haben den VfB vom 13. auf den siebten Platz vorgebracht, die Tabellenspitze ist zwar nach wie vor ein Stück weit entfernt, aber zumindest in Sichtweite.
Appiah und Käuper zurück
Mit einem Heimsieg an diesem Samstag (14 Uhr) gegen BW Lohne (27 Punkte; gewann am Freitag 5:0 gegen Bremer SV) würde der VfB (26) mindestens einen weiteren Platz im letzten Hinrundenspiel gutmachen. Da helfen die guten Nachrichten, dass zum einen der zuletzt stets auf der Bank sitzende Routinier Marcel Appiah bei seiner Rückkehr in die Startelf 62 Minuten lang ein Teil der Oldenburger Zu-Null-Abwehr war. Und dass der für ihn eingewechselte Ole Käuper nach eineinhalb Monaten Zwangspause (Probleme am Hüftbeuger) sein Comeback feierte. Die bei St. Pauli ausgefallenen Christopher Buchtmann, Justin Plautz, Pascal Richter und Phil Sarrasch sollen zudem zeitnah wieder einsatzbereit sein.
