Oldenburg - Frust pur beim VfB Oldenburg: Durch ein spätes Elfmeter-Gegentor durch Dimitrij Nazarov (80.) hat der Fußball-Drittligist am Samstagnachmittag mit 0:1 (0:0) bei Erzgebirge Aue verloren. Es war die zweite Niederlage in Folge, der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist auf vier Zähler angewachsen. Vor allem der bereits zehnte verschuldete Elfmeter in dieser Saison, was einsame Ligaspitze ist, sorgte beim VfB für Unmut. Das sind die Reaktionen:

Fuat Kilic (Trainer VfB Oldenburg): „Der Elfmeter war entscheidend. Wir kassieren einfach zu viele Elfmeter gegen uns. Es ist schade, dass wir uns so um den Lohn der Arbeit bringen. Wir haben genug Möglichkeiten und Abschlüsse gehabt, hatten unsere Chancen, in Führung zu gehen. Wir hatten keinen Druck auf den Ball vor dem Elfmeter, obwohl wir gewarnt haben vor den Steckpässen. Wir haben aus dem Spiel heraus zu Null gespielt und gut verteidigt. Ich glaube natürlich an den Klassenerhalt, sonst wäre ich der falsche Mann hier. Die Mannschaft setzt vieles um. Wir werden weiter hart arbeiten.“

Pavel Dotchev (Trainer Erzgebirge Aue): „Wir wussten, dass das ein schweres Spiel wird. Wir durften nicht die Nerven verlieren. Wir haben viel investiert, hatten Geduld. Das war kein Spiel für Feinschmecker, aber ein verdienter Sieg. Die Mannschaft war kompakt, das hat mir gefallen. Wir können den Abstiegskampf noch nicht abhaken, Fußball kann brutal sein.“

Spielbericht
Abgeblockt: Oldenburgs Leon Deichmann (weißes Trikot) schießt, Aues Marco Schikora wirft sich in den Schuss.

SCHON WIEDER EIN ELFMETER-GEGENTOR VfB Oldenburg verliert 0:1 bei Erzgebirge Aue

Lars Blancke
Oldenburg

Max Wegner (VfB-Kapitän): „Ein Punkt wäre verdient gewesen. Wir haben lange die Null gehalten, das war unser Ziel heute. Dass wir dann durch so einen Elfmeter in Rückstand geraten und nicht mehr die Kurve kriegen, ist natürlich doppelt traurig. Ich hatte ein, zwei Möglichkeiten. Wenn man da die Ruhe behält und in Führung geht, wird das Stadion ruhiger. Die Lage ist sehr prekär. Vier Punkte aufzuholen bei dem Restprogramm wird schwer. Wir müssen konsequenter werden. Aber ich bleibe guter Dinge.“

Patrick Möschl (VfB-Außenverteidiger): „Ich denke, in Halbzeit eins waren wir etwas besser, haben in der Defensive nicht viel zugelassen. Insgesamt gesehen war es kein gutes Spiel. Wieder zum Schluss eine blöde Situation, die alles für uns über den Haufen geworfen hat. Wir schenken quasi dem Gegner die Punkte. Dennoch bin ich hundertprozentig davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden. Natürlich wird das schwer, aber die Moral ist trotz allem gut und der Wille ist auch da. Wir waren insgesamt gesehen ja heute nicht schlechter als der Gegner.“

Sebastian Mielitz (VfB-Torwart): „Ich musste zum Ball gehen. Ich glaube nicht, dass ich den Spieler elfmeterreif gefoult habe. Ob ich so in den Mann gehen musste, kann ich jetzt auch nicht mehr sagen. Letztlich bin ich es aber, der den Elfer verschuldet hat. Dazu stehe ich dann auch. Wir hatten uns das Ziel ausgegeben, die Null hinten zu halten, was uns leider wieder nicht gelungen ist. Auch wenn wir leidenschaftlich verteidigt haben, so hat uns doch wieder ein dummer Fehler den Punkt gekostet, den wir eigentlich verdient gehabt hätten.“

Leon Deichmann (VfB-Verteidiger): „Das war heute ein Spiel, das 0:0 ausgeht – oder einer Mannschaft gelint ein Lucky Punch. So ist es auch gekommen. Wir wollten unbedingt punkten. Ich denke, dass hat man uns auch angesehen. Fakt ist, dass in dieser Liga jeder, auch der kleinste Fehler, brutal bestraft wird. Wie der Trainer bereits gesagt hat, wir haben jetzt nur noch Endspiele. Aufgeben ist nicht unser Ding. Wir werden alles dran setzen, um das Ziel Klassenerhalt am Ende zu schaffen.“

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Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion