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Neuer Trainer des VfB Oldenburg Für Fuat Kilic heißt es jetzt Drochtersen statt Dresden

Lars Blancke
Lars Blancke Wolfgang Wittig
Gespräch mit einem, den er noch nicht so gut kennt: Fuat Kilic (links) redet im Training mit Ole Käuper

Gespräch mit einem, den er noch nicht so gut kennt: Fuat Kilic (links) redet im Training mit Ole Käuper

Piet Meyer

Oldenburg - Es war der 27. Mai dieses Jahres, als Fuat Kilic zum letzten Mal als Chefcoach des VfB Oldenburg an der Seitenlinie stand. Das 1:2 bei Dynamo Dresden war für den 50-jährigen Fußball-Lehrer der Abschluss einer zwölf Drittligaspiele andauernden Reise mit dem VfB, die für den Club mit dem Abstieg in die Regionalliga Nord ein bitteres Ende nahm und die für Kilic danach aufgrund seiner Entscheidung gegen einen neuen Vertrag in Oldenburg beendet war.

Vorerst. Denn genau 120 Tage später beginnt für Kilic nach seiner überraschenden Rückkehr zu Wochenbeginn mit dem VfB an diesem Samstag (17 Uhr) eine neue gemeinsame Tour. Sie startet mit dem Gegner SV Drochtersen/Assel statt Dynamo Dresden. Kilic wird geschätzte 300 Zuschauer statt mehr als 30 000 erleben. Und das im Kehdinger Stadion in der Nähe der Elbe in der 11 000-Seelen-Gemeinde Drochtersen im Landkreis Stade anstelle des Rudolf-Harbig-Stadions in der Landeshauptstadt Sachsens.

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Runter vom hohen Ross

„Wir müssen von dem hohen Ross herunterkommen, dass wir der Favorit in der Liga sind“, hat der Nachfolger des glücklosen Benjamin Duda klar formuliert. Eine zu lasche Einstellung, weil es eben nicht mehr in die größeren Arenen des Landes, sondern auf kleinere Dorfplätze im Norden der Republik geht, wird Kilic nicht zulassen.

Seit Dienstag bereitet er den mit neun Punkten aus acht Spielen bisher weit hinter den eigenen Erwartungen gebliebenen VfB auf die schwere Aufgabe bei den punktgleichen und ebenfalls als Titelanwärter gestarteten Kehdingern vor. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Debüt könnten allerdings weitaus besser sein.

Motivator auch im Training: Am Dienstagmorgen leitete Fuat Kilic erstmals nach seiner Rückkehr eine Einheit des VfB Oldenburg.

TRAINER-RÜCKKEHRER BEIM VFB OLDENBURG Fuat Kilic: „Ich will ehrlichen Fußball sehen“

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg
Kommentar
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VFB OLDENBURG SETZT AUF ALTEN, NEUEN CHEFTRAINER Es gibt gute Gründe für die Rückkehr von Fuat Kilic

Lars Blancke

Viele Fragezeichen

„Die Mannschaft stellt sich ja fast von selbst auf“, musste Kilic nach seiner Rückkehr an die Hunte feststellen. Kamer Krasniqi fehlt nach seiner Roten Karte in der letzten Partie gegen Teutonia Ottensen (2:2) gesperrt (er erhielt eine Zwei-Spiele-Sperre). Rafael Brand und Justin Plautz fielen bereits gegen die Hamburger aus, zu Wochenbeginn trainierten sie auch nicht mit. Linus Schäfer, Senkrechtstarter unter Kilic in der Vorsaison, ist angeschlagen. Torwart Sebastian Mielitz wurde am Mittwoch am Knie operiert, fehlt wochenlang. Und Kapitän Marcel Appiah hatte gegen die Teutonen einen Schlag auf das Knie bekommen. Das zeigt: Die fünf Spiele in den 15 Tagen bis zur Ottensen-Partie haben ihre Spuren beim VfB hinterlassen. „In der Breite haben wir nicht das, was wir gern hätten. Es gab die Englischen Wochen, die die Spieler an ihre Grenzen bringen“, stellte Kilic fest.

Sie sind noch da

In der letzten Startelf von Trainer Fuat Kilic beim VfB Oldenburg standen sechs Spieler, die auch an diesem Samstag bei der SV Drochtersen/Assel dort stehen könnten. Leon Deichmann, Marcel Appiah, Nico Knystock, Linus Schäfer, Christopher Buchtmann und Max Wegner spielten vor mehr als 30 000 Zuschauern von Beginn an. Der damals ebenfalls startende Kamer Krasniqi fehlt gesperrt. Aus der Dresden-Anfangsformation verlassen haben den VfB im Sommer Torwart Felix Dornebusch (Stuttgarter Kickers) sowie Oliver Steurer (SV Ried), Robert Zietarski (VSG Altglienicke) und Jakob Bookjans (Eintracht Frankfurt II). Von den fünf in Dresden eingewechselten Fußballern steht heute nur noch Pascal Richter im VfB-Kader. Patrick Hasenhüttl (Hallescher FC), Marten Schmidt (Weiche Flensburg), Dominique Ndure (Teutonia Ottensen) und Kebba Badjie (vereinslos) sind gegangen.

Kapitänsrolle noch offen

Apropos Kapitän: Ob dieser auch am Samstag Appiah (so er denn fit ist und spielt) heißen wird, darauf wollte sich der alte, neue Trainer direkt nach seiner Ankunft noch nicht festlegen. „Bei mir war es ja Max Wegner. Ich muss erstmal herausfinden, wie bestimmt wurde, wer die Binde trägt. Da werde ich mir noch Zeit lassen, das eilt nicht so“, sagte Kilic. Unter Interimstrainer Frank Löning (jetzt wieder „Co“) hatte zuletzt zweimal Patrick Möschl den VfB als Kapitän auf den Rasen geführt.

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