Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Fußball-Regionalliga Ziereis rettet VfB Oldenburg einen Punkt beim SSV Jeddeloh

Umkämpft: Oldenburgs Nico Knystock (rechts) schirmt den Ball gegen Jeddelohs Kasra Ghawilu ab.

Umkämpft: Oldenburgs Nico Knystock (rechts) schirmt den Ball gegen Jeddelohs Kasra Ghawilu ab.

www.imago-images.de

Jeddeloh - Kurioses Eigentor und Last-Minute-Ausgleich: Der VfB Oldenburg hat sich am Samstagnachmittag im Nordwest-Derby in der Regionalliga Nord beim SSV Jeddeloh einen späten und deswegen glücklichen Punkt erkämpft. Markus Ziereis traf in der 95. Minute per Abstauber vor 2150 Zuschauern in der 53acht-Arena zum 1:1 (0:1)-Endstand. Zuvor war Jeddeloh durch ein kurioses Eigentor von Leon Deichmann in Führung gegangen (37.) und hatte in einer umkämpften Partie bis z

Reaktionen
Lieferten sich viele Duelle: Jeddelohs  Michel Leon Hahn grätscht Oldenburgs Linus Schäfer ab.

REAKTIONEN ZUM NORDWEST-DEBY „Es ist ärgerlich, so ein dämliches Kack-Eier-Gegentor am Ende zu kriegen“

Lars Blancke Lars Puchler Wolfgang Wittig
Jeddeloh

um letzten Angriff wie der Sieger ausgesehen. In der Nachspielzeit sah zudem Oldenburgs Max Wegner die Gelb-Rote Karte (90.+1). Für die Jeddeloher war es schon das neunte Remis der Saison, der VfB musste sich nach drei Siegen in Serie mit einem Punkt begnügen.

VfB unverändert, SSV mit einem Wechsel

VfB-Trainer Fuat Kilic setzte auf die gleiche Startformation, die zuletzt durch das 2:1 gegen Hannover 96 II den dritten Sieg in Serie eingefahren hatte. Christopher Buchtmann fehlte erneut aufgrund von muskulären Problemen im Kader. Beim SSV Jeddeloh saß derweil im Vergleich zum 0:0 gegen BW Lohne Angreifer Simon Brinkmann zunächst nur auf der Bank, für ihn kam Michel Leon Hahn in die Dreierkette.

VfB bekommt Elfmeter nicht

Beide Mannschaften begannen sehr verhaltend und abwartend, wollten dem Gegner erstmal keine Räume bieten und spielten viele Sicherheitspässe im eigenen Ballbesitz. Der VfB näherte sich nach elf Minuten erstmals dem SSV-Tor, Max Wegner agierte jedoch im Abschluss nach einem Zuspiel von Kamer Krasniqi zu unentschlossen.

Nach 20 Minuten kochte die Stimmung erstmals hoch in der mit 2150 Zuschauern dicht besetzten 53acht-Arena: Während ein Jeddeloher Spieler auf der rechten Seite verletzt am Boden lag, spielte der VfB auf der linken Seite weiter – und forderte einen Elfmeter, als Aurel Loubongo den Ball im Strafraum an Hahn vorbeispitzelte und anschließend von Jeddelohs Verteidiger am Fuß getroffen wurde (20.). Schiedsrichter Niklas Olle verzichtete auf einen Pfiff direkt vor dem mit 600 Gäste-Fans besetzten VfB-Block, die lautstark genau wie das Team protestierten. Kurze Zeit später traf Markus Ziereis nach einer Wegner-Flanke aus spitzem Winkel nur das Außennetz – Oldenburg war nun besser und aktiver als Jeddeloh (24.).

Lade ...

Jeddelohs beste Phase führt zum 1:0

Die Ammerländer kamen indes durch Kamen Hadzhiev erstmals zum Abschluss, der Nachschuss nach einer abgewehrten Ecke wurde jedoch geblockt (28.). Ein 17-Meter-Freistoß von Kasra Ghawilu wurde zudem von der VfB-Mauer abgewehrt (33.), dann schoss Julian Bennert eine Direktabnahme in die Arme von VfB-Keeper Jhonny Peitzmeier (35.). Das alles waren Indizien, das Jeddeloh nun besser in der Partie war – und der SSV belohnte sich für diese Phase dank eines kuriosen Eigentors des VfB. Nach einem langen Diagonalball in den Strafraum köpfte Patrick Möschl zu Leon Deichmann, der den Ball wiederum mit dem Kopf zu Torwart Peitzmeier köpfen wollte. Da dieser aber in die andere Richtung zum Ball laufen wollte, trudelte das Spielgerät zur Jeddeloher Führung ins Netz (37.). Der VfB agierte ab Minute 25 zu passiv, Jeddeloh ging in der kurz vor dem Wechsel hitziger werdenden Partie mit einer durchaus verdienten Führung in die Kabine.

VfB drängt auf Ausgleich

Der VfB wechselte in der Halbzeit, Kilic brachte Linus Schäfer für den gelbverwarnten Noah Plume und stellte damit auf eine Viererkette um. Oldenburg kam mit einem Distanzschuss von Justin Plautz aus der Pause (46.), dann vergab Schäfer nach einer scharfen Plautz-Flanke die große Chance auf das 1:1 (50.). Die Gäste drängten Jeddeloh immer weiter nach hinten und hatten durch Wegner die nächste Riesenchance auf den Ausgleich, doch Jeddelohs Keeper Nikolaos Koliofoukas zeigte bei dem Kopfball aus fünf Metern einen Weltklasse-Reflex und hielt so die Führung fest (56.). Der SSV konzentrierte sich nun zu sehr auf das Verteidigen der Führung, schaffte kaum noch Entlastung. Ein Fernschuss des eingewechselten Bastian Schaffer war ungefährlich (71.), dichter war Loubongo am Ausgleich, der eine Schäfer-Flanke knapp verpasste (73.). Dennoch war Jeddeloh in der Endphase wieder deutlich besser in den Zweikämpfen, hielt den VfB so wieder weiter weg vom eigenen Tor - bis Schäfer einen langen Ball an die Latte köpfte und Ziereis zum 1:1 abstaubte.

Die Aufstellungen

SSV: Koliofoukas - von Aschwege, Hahn, Becken (90.+2 Chiarodia) - Ghassan (67. Schaffer), Hadzhiev, Kanowski (81. Janßen), Engel (68. Brinkmann), Gottschling - Bennert (80. Dellwisch), Ghawilu.

VfB: Peitzmeier . Plume (46. Schäfer), Deichmann (73. Richter), Schröder - Plautz, Knystock (75. Demaj), Krasniqi, Möschl - Loubongo, Wegner, Ziereis.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
Artikelempfehlungen der Redaktion
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Im Barockgarten des Oldenburger Klinikums soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Patientenmörders Niels Högel entstehen.

PATIENTENMORDE IN OLDENBURG UND DELMENHORST Klinikum plant Gedenkstätte für Högel-Opfer

Anja Biewald
Oldenburg
Das Kampfsportstudio „Chang Tong Gym“ in Prinzhöfte wurde offenbar Ziel eines Brandanschlags. Die „Antifa“ bekannte sich dazu. Das nebenstehende Haus ist derzeit unbewohnt, weil es renoviert wird.

KAMPFSPORTSTUDIO ANGEZÜNDET Nach „Antifa“-Brandanschlag in Prinzhöfte spricht der angebliche „Nazi-Trainer“

Arne Erik Jürgens
Prinzhöfte
Hat sich auf Vermehrung von Rhododendren und Azaleen spezialisiert: Timo Schröder aus Wiefelstede.

VERMEHRUNGSBETRIEB IN WIEFELSTEDE Kinderstube für Rhododendren und Azaleen

Kerstin Schumann
Wiefelstede