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VfB Oldenburg Gleich fünf Spielern droht eine Sperre wegen zu vieler gelben Karten

Einer von fünf Oldenburgern, die bei der nächsten Gelben Karte gesperrt sind: Oliver Steurer (blaues Trikot) sieht in der Partie beim FSV Zwickau die Gelbe Karte.

Einer von fünf Oldenburgern, die bei der nächsten Gelben Karte gesperrt sind: Oliver Steurer (blaues Trikot) sieht in der Partie beim FSV Zwickau die Gelbe Karte.

Imago

Oldenburg - Die Fairness-Tabelle der 3. Liga lässt sich aus Sicht des VfB Oldenburg sehen. Keine Rote Karte, nur eine Gelb-Rote Karte (Marc Stendera beim SC Verl) und 61 Gelbe Karten sammelte der Fußball-Drittligist an den ersten 28 Spieltagen. Damit steht der VfB im oberen Drittel der fairsten Teams der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Dennoch droht gleich fünf Blauen im Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr, Marschwegstadion) gegen Viktoria Köln die gelbe Gefahr – fünf VfB-Spieler würden nach ihrer nächsten Verwarnung gesperrt fehlen.

Leon Deichmann

Bereits seit vier Partien schafft es Leon Deichmann, seine fünfte Gelbe Karte und die damit verbundene Sperre für ein Meisterschaftsspiel zu vermeiden. Seit der Partie beim SC Verl (1:2) bedeutet die nächste Verwarnung für den 26-Jährigen eine 90-minütige Auszeit im Spiel danach – und das wäre für den VfB ein enormer Verlust. Seit der Freistellung von Dario Fossi ist Deichmann als rechter Innenverteidiger in der Viererkette gesetzt, spielte sowohl bei Interimstrainer Frank Löning als auch unter Neu-Trainer Fuat Kilic auf dieser Position durch und war damit ein wichtiger Teil der Defensivreihe, die es schaffte, zuletzt zweimal nur ein Gegentor hinzunehmen.

Oliver Steurer

Auch der zweite unter Kilic gesetzte Innenverteidiger muss in den Zweikämpfen nun aufpassen. Oliver Steurer kassierte am vergangenen Samstag beim 2:1-Erfolg bei der SpVgg Bayreuth seine vierte Gelbe Karte – und ist beim Aufsteiger eigentlich unersetzlich. Der vor der Saison vom MSV Duisburg verpflichtete Linksfuß stand in allen 28 Partien in der Startelf, gilt mit seiner Zweikampfstärke und Routine als Mister Zuverlässig in der Defensive. Da der vorherige Abwehrchef Marcel Appiah bei Kilic noch kaum Einsatzminuten bekam, kommt dem 28-jährigen Steurer zudem eine wichtige Rolle als Organisator und Wortführer in Oldenburgs Abwehr zu.

Kamer Krasniqi

Einer der großen Profiteure des Trainerwechsels ist Kamer Krasniqi. Bei den beiden Kilic-Spielen agierte der 27-Jährige über die komplette Spielzeit auf der halbrechten Seite im Oldenburger Mittelfeld, nachdem er unter Fossi nur sehr wechselhaft zum Einsatz kam. Krasniqi dankte es seinem neuen Chefcoach mit dem 1:0-Führungstreffer in Bayreuth – bei den Bayern sah Krasniqi allerdings ebenfalls seine vierte Gelbe Karte. Bei einer Sperre wäre wohl Marc Stendera der erste Ersatzkandidat, der unter Kilic noch ohne Einsatz ist.

Max Wegner

Der vierte gesetzte Stammspieler des VfB, der von der gelben Gefahr bedroht wird, ist Max Wegner. Der Kapitän kassierte diese genau wie Deichmann bereits beim SC Verl. Wegner war unter Fossi und ist unter Kilic in der Startformation für gewöhnlich die einzige VfB-Sturmspitze und mit sechs Saisontoren zusammen mit Manfred Starke Oldenburgs torgefährlichster Angreifer. Sollte der 33-Jährige ausfallen, dürfte Patrick Hasenhüttl, der in Bayreuth in der 90. Minute das umjubelte Siegtor geschossen hatte, nachrücken.

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Justin Plautz

Hinter Nico Knystock anstellen muss sich aktuell Justin Plautz auf der linken Seite der Viererkette. Damit ist der 23-Jährige der einzige ungesetzte VfBer des gefährdeten Quintetts. Ein neues Gefühl, mit vier Gelben Karten den Rasen zu betreten, ist es für Plautz indes nicht. Bereits seit dem 13. Spieltag und der 0:3-Niederlage gegen den FC Ingolstadt droht dem Linksfuß bei der nächsten Verwarnung die Sperre. Weil er allerdings Ende des vergangenen Jahres schon nur zu Kurzeinsätzen kam und Anfang dieses Jahres fünf Spiele mit einer Muskelverletzung verpasste, musste Plautz bisher kaum in Zweikämpfe gehen, die Verwarnung Nummer fünf zur Folge haben können.

Die zwei Gelb-Könige

Führend in der Oldenburger Gelb-Statistik sind Deichmann, Steurer, Krasniqi, Wegner und Plautz derweil längst nicht – ein Duo hat doppelt so viele Verwarnungen wie das Quintett kassiert und war bereits einmal gesperrt. Für Robert Zietarski, der in sehr viele Mann-gegen-Mann-Duelle geht und körperbetont spielt, kann es nach inzwischen acht Gelben Karten bald schon wieder bedrohlich werden. Bei zehn Gelben gibt es schließlich die nächste Auszeit. Dominique Ndure, unter Fossi noch Dauerbrenner, verpasste die beiden Kilic-Partien mit einem Infekt – gegen Köln sollte der mit acht Gelben Karten vorbelastete 23-Jährige wieder bereitstehen.

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