Oldenburg - Pflicht erfüllt und sich mit dem zweiten Heimsieg in Serie auf Tabellenplatz fünf der Regionalliga Nord verbessert: Der VfB Oldenburg hat am Sonntagnachmittag einen zunächst glanzlosen, aber durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit dann auch in der Höhe verdienten Kantersieg eingefahren. Gegen ein offensiv ganz schwaches Eintracht Norderstedt gewannen die Oldenburger vor 2735 Zuschauern im Marschwegstadion mit 5:0 (1:0) und halten damit den Kontakt zur Spitzengruppe. Startelf-Rückkehrer Aurel Loubongo brachte die jederzeit überlegenen Gastgeber früh in Führung (12. Minute). Markus Ziereis (49.), Kamer Krasniqi (70.), Max Wegner mit einem verwandelten Foulelfmeter (75., Foul an Loubongo) und der überragend aufspielende Loubongo (78.) schraubten das Ergebnis in eine verdiente Höhe. Damit egalisierten die Oldenburger das 0:5 aus dem Hinspiel, nachdem der Verein Trainer Benjamin Duda freistellte.
Zwei Änderungen in Startelf
Im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen Weiche Flensburg änderte Trainer Fuat Kilic seine Startelf auf zwei Positionen. Für den unter der Woche erkrankten, aber zumindest im Kader stehenden Elsamed Ramaj sollte Loubongo die Offensive beleben - und tat das auf beeindruckende Art und Weise. Linus Schäfer fehlte verletzt, für den Rechtsaußen rückte Rafael Brand in die Startelf. Patrick Möschl, der die Flensburg-Partie angeschlagen verpasst hatte, fehlte dieses Mal wegen einer Erkältung im Aufgebot. In diesem stand nach seiner Verletzung wieder Max Wegner, er nahm aber zunächst auf der Bank Platz.
VfB trifft mit erster Chance
Die Partie begannen beide Mannschaften abwartend, auch wenn der VfB deutlich mehr Ballbesitz hatte. Mit der ersten schönen Kombination gingen die Oldenburger in Führung. Nico Knystock spielte einen langen Pass auf Kamer Krasniqi, der Rafael Brand in die Tiefe schickte. Von Linksaußen brachte dieser den Ball scharf und flach vor das Tor, Loubongo sprintete heran und spitzelte das Spielgerät zum 1:0 ins Netz (12.). Die Gastgeber kontrollierten in der Folge die Partie, waren vor dem Tor jedoch nicht zwingend genug und verpassten oft das letzte Zuspiel auf einen freien Mann. So dauerte es bis zur 33. Minute, bis Brand nach einem langen Ball zum Schuss kam und diesen auf das Tornetz schoss. Ansonsten blieben Oldenburger Chancen trotz deutlicher Überlegenheit Mangelware, Norderstedt hingegen war nach zuvor vier Niederlagen in Serie völlig ungefährlich und besaß nicht eine Torchance.
Ziereis staubt zum 2:0 ab
Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Mit der ersten Chance traf der VfB ins Tor. Loubongo ließ auf der rechten Seite seinen Gegenspieler ganz stark stehen, passte flach in die Mitte, in der Marc Schröder den Ball per Hacke in Richtung Tor lenkte. Ein Norderstedter kratzte den Ball von der Linie, rettete diesen aber genau in den Fuß von Ziereis, der aus wenigen Metern nur noch abstauben musste und sein sechstes Saisontor erzielte (52.). Kurz danach hatten die Gäste ihre erste kleine Chance, als Juri Marxen aus 18 Metern knapp am Tor vorbeischoss (54.).
Loubongo spielt groß auf
Die Partie war aufgrund der drückenden Oldenburger Überlegenheit sowie der Norderstedter Harmlosigkeit mit dem zweiten Tor entschieden. Schröder (64.) verpasste zunächst das 3:0, dann kombinierten sich Krasniqi und der eingewechselte Christopher Buchtmann herrlich durch die Eintracht-Abwehr – Krasniqi traf ebenfalls mit seinem sechsten Saisontor zum 3:0 (70.). Mit dem dritten Tor im Rücken drehten die Gastgeber auf. Loubongo vernaschte auf rechts erneut seinen Gegenspieler, der ihn am Trikot zog – Elfmeter. Der kurz zuvor eingewechselte Wegner traf souverän (75.). Und dann sorgte Loubongo mit einem herrlichen Seitfallzieher zum 5:0 für den Höhepunkt und Schlusspunkt des Tages (78.). Der Außenstürmer traf zudem in der Schlussphase noch den Pfosten (89.).
Aufstellungen
Oldenburg: Peitzmeier - Adam, Deichmann, Schröder (79. Plume), Knystock - Käuper (88. Müller) - Loubongo, Demaj (60. Buchtmann), Krasniqi, Brand (83. Ramaj) - Ziereis (70. Wegner).
Norderstedt: Exner - Marxen, Nuxoll, Ibraimo, Brüning - Brendel (70. Koch), Winkler (46. Gueye), Bölter, Meier, Selutin - Prinz von Anhalt.
