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5:0 gegen Eintracht Norderstedt Hellwacher VfB Oldenburg spielt sich offensiv frei

Lars Blancke
Lars Blancke Wolfgang Wittig
Das Bild trügt: Im Tiefschlaf, wie hier beim Torjubel nach dem 1:0, waren (von links) Aurel Loubongo, Drilon Demaj und (hinten) Markus Ziereis zu keinem Zeitpunkt gegen Eintracht Norderstedt.

Das Bild trügt: Im Tiefschlaf, wie hier beim Torjubel nach dem 1:0, waren (von links) Aurel Loubongo, Drilon Demaj und (hinten) Markus Ziereis zu keinem Zeitpunkt gegen Eintracht Norderstedt.

Piet Meyer

Oldenburg - Als Aurel Loubongo gemeinsam mit Drilon Demaj sein 1:0 feierte, trog der Schein. Die beiden Spieler des VfB Oldenburg bejubelten die Führung gegen Eintracht Norderstedt mit einer Tiefschlaf-Geste – dabei war der hochüberlegene VfB gegen überforderte Gäste zu Beginn beider Halbzeiten hellwach gewesen.

Der überragende Loubongo (12. und 78. Minute), Markus Ziereis (49.), Kamer Krasniqi (70.) und Max Wegner mit einem verwandelten Foulelfmeter (75., Foul an Loubongo) sorgten am Sonntagnachmittag vor 2735 Zuschauern im Marschwegstadion für den zweiten Heimsieg in Serie und den Sprung auf Platz fünf in der Regionalliga Nord. Netter Nebeneffekt: Durch das 5:0 egalisierte der VfB das Hinspiel-Debakel, nach dem der Verein sich von Trainer Benjamin Duda getrennt hatte.

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„In Bundesliga gesehen“

„Das haben wir in der Bundesliga gesehen. Das heißt eigentlich nur gute Nacht. Mehr nicht“, erklärte Loubongo lachend sein kleines Nickerchen nach der Führung, die Rafael Brand (für den verletzten Linus Schäfer in der Startelf) perfekt vorbereitet hatte. Loubongo, nach einer „Denkpause“ (VfB-Trainer Fuat Kilic) zuletzt im Heimspiel gegen Weiche Flensburg (2:0) zurück in der Anfangsformation, war der herausragende Akteur eines dominanten VfB. Er schoss das 1:0 und 5:0, leitete das 2:0 (Abstauber Ziereis) ein und holte den Elfmeter zum 4:0 mit einem starken Dribbling heraus.

„Da waren heute sicher noch mehr Tore drin. Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir die Chancen besser nutzen müssen“, sagte Loubongo und sprach damit an, dass beim VfB in den ersten 45 Minuten oft der letzte Pass nicht ankam. Seinen spektakulären Seitfallzieher zum Schlusspunkt kommentierte der Flügelflitzer kurz, knapp und beinahe schüchtern: „Ich freue mich natürlich über mein Tor. Sah wohl gut aus.“

Spielbericht
Bereitete Loubongos 1:0 für den VfB vor: Rafael Brand

LOUBONGO ÜBERRAGT VfB Oldenburg feiert Kantersieg gegen Eintracht Norderstedt

Lars Blancke
Oldenburg
Das Bild trügt: Im Tiefschlaf, wie hier beim Torjubel nach dem 1:0, waren (von links) Aurel Loubongo, Drilon Demaj und (hinten) Markus Ziereis zu keinem Zeitpunkt gegen Eintracht Norderstedt.

5:0 GEGEN EINTRACHT NORDERSTEDT Hellwacher VfB Oldenburg spielt sich offensiv frei

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg

Gut aus sah die Oldenburger Offensive gegen erschreckend schwache Norderstedter (fünfte Niederlage in Serie) vor allem in der zweiten Halbzeit, nachdem Ziereis die Partie mit dem zweiten Tor des Tages vorentschieden hatte. „Man hat gesehen, dass die Jungs mit der hohen Führung befreit aufgespielt haben. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Wir hatten viele gute Angriffsaktionen und gelungene Kombinationen“, lobte Kilic.

Ziereis mit seinem siebten Saisontor sowie Wegner und Krasniqi mit ihren jeweils sechsten Saisontreffern sorgten für viele Brustlöser in der in dieser Saison nicht immer überzeugenden VfB-Offensive – und für sehr gute Stimmung auf den Rängen. „Es war eine fantastische Stimmung in der zweiten Halbzeit. Den Wechselgesang habe ich zum ersten Mal hier gehört“, sagte Kilic zu den minutenlangen Sprechchören zwischen Steh- und Sitzplatzbereich. „Ich wünsche mir noch mehr Fans bei unseren Spielen, diese Jungs lassen ihr Herz auf dem Platz und haben Bock auf Fußball. Die Zuschauer haben uns heute sehr getragen“, meinte der Trainer.

Buchtmann verärgert

Bei all den positiven gab es kurz vor Schluss noch einen Wermutstropfen. Christopher Buchtmann, nach 60 Minuten eingewechselt und mit vielen starken Pässen sehr auffallend, sah in der 89. Minute aufgrund eines recht überflüssigen Foulspiels im Mittelfeld seine fünfte Gelbe Karte und fehlte den Oldenburgern damit am kommenden Samstag (14 Uhr) im schweren Auswärtsspiel bei Teutonia Ottensen. „Ich habe mich richtig geärgert. Vielleicht hätte der Schiedsrichter so kurz vor Schuss ein wenig mehr Fingerspitzengefühl zeigen können, aber es ist nun mal passiert“, sagte Buchtmann und sein Trainer meinte. „Es ist sehr schade, dass wir diese Qualität in Ottensen nicht auf dem Platz haben. Er war maßgeblich mit seinen öffnenden Bällen dafür verantwortlich, dass wir so aufgedreht haben.“

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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