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3:1-Sieg nach 0:1-Rückstand Rafael Brand schießt VfB Oldenburg bei Holstein Kiel II zum Sieg

Ließ den VfB in Kiel jubeln: Rafael Brand trifft hier aus spitzem Winkel zum 1:1 und brachte den VfB später mit seinem Tor zum 2:1 in Führung.

Ließ den VfB in Kiel jubeln: Rafael Brand trifft hier aus spitzem Winkel zum 1:1 und brachte den VfB später mit seinem Tor zum 2:1 in Führung.

VfB/Fabian Speckmann

Kiel - In Rückstand geraten, direkt gekontert und am Ende dank eines haarsträubenden Fehlers des Gastgeber-Torwarts etwas glücklich gewonnen: Der VfB Oldenburg hat in der Regionalliga Nord einen klassischen Arbeitssieg eingefahren. Vor 466 Zuschauern gewann die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic am Sonntagnachmittag mit 3:1 (1:1) bei Holstein Kiel II.

Rafael Brand war mit seinen beiden Treffern in der 26. und 80. Minute der Matchwinner für die Oldenburger, die beim Tor zum 2:1 von einem groben Aussetzer von Kiel-Schlussmann Noah Oberbeck profitierten. Der eingewechselte Drilon Demaj machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf (90.+3). Kiel II war durch Niklas Niehoff zunächst in Führung gegangen (23.). Nach zwei Niederlagen in Serie sprang der VfB durch den Sieg in der Tabelle hoch von Platz acht auf sechs.

„Die Jungs waren heute sehr fokussiert, haben von Anfang an sehr gut gearbeitet. Unsere Spielidee ist aufgegangen, dazu kam eine gute Mentalität. Das muss auch unser Anspruch sein. Am Ende war es eine charakterstarke Leistung und meiner Meinung nach haben wir das Spiel auch verdient gewonnen“, resümierte Fuat Kilic nach 90 ausgeglichenen Minuten.

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Drei Spieler erkältet

Der VfB agierte in Kiel mit einer Dreierkette und zwei Schienenspielern. Vor dem Dreier-Mittelfeld stürmten Markus Ziereis und Max Wegner. Kilic wechselte damit im Vergleich zum 1:3 gegen die SV Drochtersen/Assel viermal – dreimal davon allerdings notgedrungen. Noah Plume, Christopher Buchtmann und Ole Käuper traten die Reise an die Förde allesamt erkältet gar nicht erst mit an.

Zu Beginn der Partie entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung ohne Torraumszenen. Die erste richtige Chance führte dann gleich zum Rückstand der Gäste. Der VfB bekam den Ball im eigenen Strafraum nicht richtig geklärt, sodass Kiel auf der rechten Halbseite Niehoff freigespielt bekam. Dieser schob den Ball überlegt ein (23.).

Wirkung hinterließ der Gegentreffer beim VfB jedoch nicht – im Gegenteil: Die bis dato offensiv ungefährlichen Gäste wachten auf. Bei einem weiten Ball nach vorne setzte Wegner die Kieler Defensive derart unter Druck, dass der Ball zum durchstartenden Brand rollte und dieser unbedrängt mit rechts hoch in die kurze Ecke abschloss (26.). „Den Sieg haben wir uns verdient. Man hat heute gesehen, dass wieder ein richtiges Team auf dem Platz stand. Wir haben von Anfang an gefightet, waren effektiv vor dem Tor“, sagte Vorlagengeber Wegner, der seinen 35. Geburtstag mit drei Punkten feiern konnte.

Brand kaltschnäuzig

Ohne Wechsel ging es nach der Pause weiter. Auch das Spiel ähnelte dem der ersten Halbzeit. Beide Mannschaften hatten große Probleme, auf dem schwer bespielbaren Untergrund überhaupt in den Kombinationsfußball zu kommen. Kiel versuchte es mehrfach aus der Distanz, VfB-Torwart Jhonny Peitzmeier parierte die Fernschüsse locker.

Oldenburg hingegen kam nun gar nicht mehr gefährlich nach vorn – bis Kiels Keeper Oberbeck nachhalf. Im Aufbauspiel versprang ihm der Ball derart, dass er ihn direkt zum lauernden Brand passte. Oldenburgs Matchwinner nahm sich Zeit, schaute hoch und schob den Ball überlegt in die lange Ecke zum erst dritten VfB-Auswärtssieg der Saison ein. Demaj nutzte danach den Raum bei einem Konter und entschied die Partie.

„Ich denke, es war schwer reinzukommen, zumal wir ja nicht gerade gegen eine Gurkentruppe gespielt haben. Wir haben alle hundert Prozent auf dem Platz gelassen und das ist letztlich ausschlaggebend gewesen für den verdienten Sieg“, meinte Oldenburgs Nico Knystock. Geburtstagskind Wegner freue die Reaktion auf den Rückstand: „Beim 0:1 dachte ich, das kann uns zurückwerfen, aber das war nicht der Fall. Der schnelle Ausgleich tat uns natürlich gut. Wir haben verdient gewonnen, so darf es weitergehen.“ Am kommenden Samstag (16 Uhr) erwartet der VfB den TSV Havelse.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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