Oldenburg - Als Sportlicher Leiter des Fußball-Regionalligisten VfB Oldenburg beschäftigt sich Sebastian Schachten oft mit Personalfragen. Nun hat der 39-Jährige eine Entscheidung getroffen, die seine eigene Zukunft betrifft: Schachten hat sich mit den Oldenburgern auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Das teilte der VfB am Freitag mit, ohne die neue Laufzeit bekanntzugeben.
„Mit der Vertragsverlängerung von Sebastian Schachten haben wir auf der Position des sportlichen Leiters frühzeitig Planungssicherheit geschaffen und einen wichtigen Eckpfeiler weiter für den VfB erhalten“, wurde VfB-Vorstandsmitglied Andreas Boll in der Mitteilung zitiert: „Ergänzend zu seinen bisherigen Aufgaben wird er sich in Zukunft auch verstärkt um die konzeptionelle Ausrichtung und Weiterentwicklung der Jugendarbeit im VfB kümmern.“
Bei der angesprochenen Konzeptionierung der Jugendarbeit bekommt Schachten, der als Profi lange für den FC St. Pauli spielte, auch Hilfe von außen. So hatte der VfB jüngst erklärt, dass künftig der frühere Trainer von Werder Bremen, Thomas Schaaf, dem VfB als Berater zur Seite stehe. Schaaf hatte nach seiner Zeit als Trainer auch als Technischer Direktor in Bremen gearbeitet und sich dabei um die Ausrichtung des Werder-Nachwuchses gekümmert.
Hintergrund der neuen Strategie in Oldenburg ist unter anderem, dass der VfB sich in diesem Jahr aus dem gemeinsamen Jugendfußball-Projekt von VfB und VfL Oldenburg, dem JFV Nordwest, zurückgezogen hatte und die besten Jugendspieler des Vereins nun wieder ausschließlich unter VfB-Label spielen. „Wir sind hier gemeinsam angetreten, um den VfB Oldenburg insgesamt weiterzuentwickeln und zu professionalisieren“, sagte Schachten: „Dabei geht es nicht allein um die erste Mannschaft.“
Schachten, der als Profi 14 Bundesliga- und 125 Zweitligaspiele bestritt, ist seit Herbst 2021 beim VfB tätig. Er hatte damals die Nachfolge von Frank Claaßen angetreten.
