Oldenburg/Norderstedt - Ihre starke Aufholjagd, die sie nach durchwachsenem Saisonstart in der Regionalliga Nord seit einigen Wochen hinlegen, haben die Fußballer des VfB Oldenburg am Freitag durch einen Sieg bei der U 23 des FC St. Pauli fortgesetzt. Vor 270 Zuschauern – darunter fast 200 Fans von der Hunte (das Zweitliga-Team der Hamburger spielte parallel) – setzte sich die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic in Norderstedt mit 1:0 (1:0) durch und ist mit jetzt 26 Punkten aus 16 Spielen erst einmal im oberen Tabellendrittel angekommen.
Auf der Bank
In Keeper Jhonny Peitzmeier, Abwehrmann Leon Deichmann und Offensivdribbler Aurel Loubongo standen drei Ex-St.-Pauli-Spieler in der VfB-Formation. Justin Plautz und Christopher Buchtmann, der ein Jahrzehnt lang eine prägende Figur im Mittelfeld der ersten Mannschaft vom Kiez gewesen war, fehlten verletzungsbedingt. Da unter anderem auch Pascal Richter, Phil Sarrasch und Noah Plume ausfielen, musste Kilic auf eine Bank mit zahlreichen U-19-Talenten setzen und in der Startelf improvisieren. Außenangreifer Linus Schäfer füllte als Schienenspieler auf der linken Seite eine defensivere Rolle als gewohnt aus.
Auf krummer Bahn
Trotz der Personalsorgen zeigten die Oldenburger von Beginn an, dass sie ihre Erfolgsserie (zuvor 13 Punkte aus fünf Spielen) gegen die schwächelnden Hamburger (nur ein Zähler aus fünf vorherigen Partien) unbedingt ausbauen wollten. Markus Ziereis hätte seine Torserie (zuletzt in drei Duellen in Folge erfolgreich) früh ausbauen können, nutzte eine Unsicherheit von Torhüter Pascal Kokott aber nicht (9. Minute). Auch Loubongo (16., 27.) und Ziereis (22.) hätten für eine Gästeführung sorgen können, ehe der frühere Kiezkicker knipste. Nach einem Zuspiel von Schäfer nutzte der über Essen in diesem Sommer nach Oldenburg gekommene Loubongo den ihm gewährten Freiraum und zog aus 20 Metern ab. Beim strammen Schuss mit etwas krummer Flugbahn aufs kurze Eck sah Kokott nicht richtig gut aus (32.), machte das aber bei einer großen Chance von Max Wegner schnell wieder gut (33.). Die einzige gefährliche Offensivszene der Gastgeber vergab Peer Mahncke kurz vor der Pause (44.).
Auf dem Boden
Nach dem Wechsel hatten die Hamburger durch Gwangin Lee die nächste bessere Chance (50.). Auf der anderen Seite hätte wiederum Loubongo nachlegen können, wurde bei einem Konter aber noch ausgebremst (54.). Mit der Einwechslung von Ole Käuper (fehlte verletzt seit September) stellte Kilic in der 62. Minute nachhaltig auf eine Viererkette um. Wenig später war Max Marie auf dem Weg zum 1:1, wurde jedoch von Patrick Möschl stark gestoppt (66.) und bekam kurz darauf eine weitere Möglichkeit (68.). Nachdem Wegner das 2:0 verpasst hatte (75.), sank Loubongo plötzlich angeschlagen auf den Boden und musste raus. Die Kollegen brachten den Vorsprung aber über die Zeit.
VfB Oldenburg: Peitzmeier - Deichmann, Appiah (62. Käuper), Schröder - Möschl, Krasniqi (90.+2 Müller), Knystock, Schäfer - Wegner - Ziereis (70. Brand), Loubongo (78. Gaida).
