Oldenburg - Eigentlich hatte der VfB Oldenburg für dieses Wochenende ein Testspiel beim SV Lippstadt geplant. Da der West-Regionalligist jedoch frühzeitig ein Nachholspiel an diesem Freitag gegen die SSvG Velbert in den Spielplan bekam (letztlich wurde dieses Spiel aber witterungsbedingt abgesagt), war Anfang Januar klar, dass daraus nichts wird. Ein paar Tage später und aus Sicht des Nord-Regionalligisten VfB ein paar Tage zu spät stand dann auch fest, dass Oldenburg selbst keine Zeit gehabt hätte. An diesem Samstag (14 Uhr) nämlich startet der VfB mit einem Nachholspiel bei Aufsteiger Kilia Kiel in das Pflichtspieljahr.
Nicht wie gewünscht
Die späte Terminierung und die daraus resultierende Umstellung des Trainingsplans war die eine Herausforderung, der sich der Drittliga-Absteiger in diesem Winter stellen musste. Statt fast fünf Wochen vom Trainingsstart am 8. Januar bis zum ursprünglich geplanten Auftakt am 11. Februar beim SV Meppen (die Partie ist auf den 7. Februar vorverlegt worden), hatte der Drittliga-Absteiger nur knapp drei Wochen Zeit, sich in Form zu bringen.
„Die Vorbereitung war ehrlicherweise nicht das, was wir uns gewünscht haben, weil sie durch das Nachholspiel so verkürzt wurde. Dass wir erst zwei Wochen vorher erfahren, dass wir am Samstag spielen, ist nicht optimal“, drückt VfB-Sportleiter Sebastian Schachten im Gespräch mit unserer Redaktion sein Unverständnis darüber aus, warum der für die Regionalliga Nord zuständige Norddeutsche Fußballverband (NordFV) so spät mit dem endgültigen Spielplan herausrückte. Auch Trainer Fuat Kilic hatte dies als „nicht förderlich“ bezeichnet und kritisiert, dass man „diese Dinge schon früher regeln“ könne. „Das ist für die anderen Mannschaften aber genauso. Wir werden das Beste aus der Situation machen“, darf dieser Umstand laut Schachten gleichwohl nicht als Ausrede für den VfB gelten.
Nicht wie gewohnt
Ähnliches gilt für das Spielgeläuf in Schleswig-Holstein, das die zweite Herausforderung zum Jahresstart darstellt. Die Partie wird auf dem ungewohnten Kunstrasen ausgetragen, der für den VfB aber eben gar nicht so ungewohnt daherkommt. Schließlich trainierte die Elf von Trainer Fuat Kilic im Januar oftmals auf dem Kunstgeläuf an der Maastrichter Straße, da der eigentliche Trainingsplatz im Sportpark Dornstede unbespielbar war.
Aufsteiger Kilia hat indes im Winter ein Ausrufezeichen gesetzt – allerdings nur auf dem Hallen-Kunstrasen. Beim 24. Hallenmasters in Kiel holte sich der VfB-Gegner erstmals den Titel, besiegte dabei unter anderem im Halbfinale Phönix Lübeck mit 2:1 und profitierte davon, dass die größten Namen VfB Lübeck und Holstein Kiel bereits in der Gruppenphase scheiterten.
Nicht viel ausrechnen
Der Sieg sei „Balsam für die Seele“, sagte Kilia-Trainer Nicola Soranno im „Kicker“, nachdem die Kieler als Hinrunden-Vorletzter mit nur zehn Punkten „einige Nackenschläge einstecken mussten“. Gegen den VfB sei sein Team, das in der Hinrunde 0:4 im Marschwegstadion verlor, dennoch der Außenseiter, „da kannst du dir vielleicht nicht allzu viel ausrechnen. Danach kommen mit Jeddeloh und Eimsbüttel zwei ganz wichtige Spiele. Wenn du da sechs Punkte holst, bist du wieder voll im Rennen“, so Sorianno.
Beim VfB fehlt indes Nico Knystock gelbgesperrt. Christopher Buchtmann ist zwar wieder im Training, steht aber für den Spieltagskader noch nicht zur Verfügung. Sein VfB-Debüt könnte derweil Winter-Zugang Anouar Adam (OSC Bremerhaven) feiern. Dieser war in dieser Woche von den Oldenburgern verpflichtet worden.
