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Abstiegskrimi bei RW Essen Auf diesen Vechtaer Stürmer muss der VfB Oldenburg aufpassen

Seinen Torjubel will der VfB am Sonntag vermeiden: Essens Stürmer Simon Engelmann

Seinen Torjubel will der VfB am Sonntag vermeiden: Essens Stürmer Simon Engelmann

Imago/Koch

Essen/Oldenburg - Simon Engelmann und das Oldenburger Münsterland verbindet eine lange Geschichte – und sie könnte schon bald ein neues Kapitel hinzubekommen. Am Ende dieser Saison läuft der Vertrag des Stürmers von RW Essen nämlich aus. Die Zukunft des 33-jährigen Routiniers, der mit seinem Club an diesem Sonntag (15 Uhr) den VfB Oldenburg zum Abstiegskrimi in der 3. Liga erwartet, ist unklar. „Es ist kein Geheimnis, dass ich mir eine Verlängerung vorstellen kann. Genauso gibt es aber auch die Überlegung, wieder in der Nähe meiner in Vechta wohnenden Familie zu spielen. Ich bin da aber ganz entspannt. Mein Fokus liegt auf dem Klassenverbleib“, sagte Engelmann in dieser Woche in einem vereinseigenen Interview.

In Lohne kicken gelernt

1989 in Vechta geboren lernte Engelmann viele Jahre in der Jugend von BW Lohne das Kicken. Er spielte später für VfL Oythe, SF Lotte, BV Cloppenburg und SC Verl, ehe es ihn über RW Oberhausen und SV Rödinghausen 2020 zu RW Essen zog. Satte 70 Tore in 111 Partien erzielte Engelmann seither für den Traditionsverein, gab dazu 19 Vorlagen.

Genau wie der VfB stieg Essen zur Spielzeit 2022/23 auf. In der 3. Liga kommt Engelmann, ein klassischer Strafraumstürmer, der die Elfmeter seines Teams schießt, in dieser Saison trotz zweier längerer Ausfälle wegen eines Sehnenanrisses und einer Mandelentzündung auf sechs Treffer und vier Vorlagen in 21 Einsätzen.

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„Der VfB kämpft als Aufsteiger um den Klassenverbleib und wird gegen uns alles in die Waagschale werfen, um die Chancen zu erhöhen. Dass der Gegner mehr investieren muss, können wir womöglich für uns nutzen“, blickt Engelmann zuversichtlich auf das Spiel im Stadion an der Hafenstraße, für das mehr als 16 000 Tickets verkauft worden sind.

Eigentlich stecken die Essener mitten in einer Krise, verloren vier der vergangenen fünf Partien. Weil aber ein Zwickauer Sponsor am vergangenen Sonntag dem Schiedsrichter Nicolas Winter beim Gang in die Halbzeitpause eine Bierdusche verpasste, der Referee das Spiel beim Stand von 1:1 abbrach und Essen aller Voraussicht nach die drei Punkte am Grünen Tisch erhalten wird, hat sich die Lage für den Club etwas entspannt. Essen hätte dann 39 Zähler, der VfB steht mit 31 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz.

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„Kein Endspiel“

„Das ist kein Endspiel, weil danach kommen noch vier weitere Spiele, in denen wir punkten können“, nimmt Oldenburgs Trainer Fuat Kilic etwas Druck von seiner Mannschaft. Der Chefcoach weiß aber auch, dass die Chance bei den kriselnden Essenern auf den zweiten Auswärtssieg in Serie nach dem 2:0 beim FC Ingolstadt da ist. Nach der 1:3-Landespokal-Blamage bei Regionalligist Atlas Delmenhorst, bei der Kilic am Mittwoch im großen Stil rotierte, dürfte die VfB-Elf ähnlich aussehen wie zuletzt beim 0:0 gegen den SC Freiburg II. Aufgedrängt hatte sich im Pokal schließlich keiner der Spieler aus Reihe zwei. Gesperrt fehlen wird Dominique Ndure.

„Für beide Teams geht es um viel. Wir müssen uns daher auf viele intensive Zweikämpfe einstellen“, prognostiziert Engelmann ein klassisches Kampfspiel und nennt einen weiteren Faktor, der dafür spricht: „Keinem wird irgendwas geschenkt werden. Unser Platz ist derzeit nicht im besten Zustand, der größere Wille wird viel entscheiden.“

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