Oldenburg - Spiele gegen den Goslarer SC waren für den VfB Oldenburg in den vergangenen Jahren selten ein Vergnügen. Es gab viele hart umkämpfte Duelle, bei denen die Fußballer aus Oldenburg oft den Kürzeren zogen. In der abgelaufenen Regionalliga-Saison wiederum waren die Spieler aus dem Harz zweimal chancenlos. Der VfB siegte im Duell der damaligen Aufsteiger 3:0 und 4:1. Von einem neuen Lieblingsgegner zu sprechen, ist mit Blick auf die Vergangenheit aber nicht angebracht. An diesem Mittwoch (18 Uhr) stehen sich die Rivalen erstmals in der neuen Saison gegenüber. Dieses Mal geht es in Goslar jedoch nicht um Punkte, sondern um den Einzug ins Halbfinale des NFV-Pokals.
Beide Mannschaften sind gut in diese Spielzeit gestartet. Goslar sogar noch ein wenig besser als die Oldenburger. Obwohl der Verein im Sommer fast einen kompletten personellen Umbruch vollzogen hatte, holte die noch ungeschlagene Elf von Trainer Mario Block sieben Punkte aus den ersten drei Spielen und belegt derzeit Platz drei der Tabelle. Der VfB steht nach der ersten Saison-Niederlage in Flensburg (1:3) mit sechs Zählern zwei Plätze dahinter.
Somit wartet eine hohe Hürde auf die Oldenburger, die am Abend auf Mansur Faqiryar verzichten müssen. Der 27-Jährige afghanische Nationaltorwart befindet sich wie berichtet auf Länderspielreise in Kabul. Er wird von Talent Jannik Zohrabian (20) vertreten. „Er hat uns im Training voll überzeugt“, vertraut Nouri seiner Nummer zwei ohne jeden Zweifel.
„Wir fahren voller Optimismus nach Goslar“, betont Nouri und hofft auf eine weniger stressige Anreise als nach Flensburg. „Meine Mannschaft hat das verkorkste Spiel abgehakt und blickt voller Tatendrang nach vorn.“
Mit Blick auf den Gegner weiß der Trainer, dass seine Mannschaft von der ersten Minute an voll auf Ballhöhe sein muss, um ein schnelles Gegentor wie in Flensburg zu verhindern. Zwei Mal hat er den GSC beobachtet: „In Cloppenburg sah ich Goslar beim 2:1-Sieg noch stärker als am vergangenen Sonntag beim 3:2 in Wilhelmshaven“, lautet das Fazit seiner Gegner-Analyse.
