Oldenburg - Eine unangenehme, aber lösbare Aufgabe kommt an diesem Wochenende auf die Regionalliga-Fußballer des VfB zu. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die Talente von Hannover 96 trifft die Auswahl von Trainer Alexander Nouri wiederum auf ein U-23-Team. An diesem Sonnabend (14 Uhr, Wolfgang-Meyer-Stadion, Hagenbeckstraße) treten die zweitplatzierten Oldenburger beim auf Rang 14 liegenden Hamburger SV II an.
„Bei den Spielen gegen U-23-Teams weiß man nie, wer runterkommt“, sagt Nouri auch vor dem Hintergrund, dass angesichts der Länderspielpause in der Bundesliga nun eventuell sogar der ein oder andere Spieler mehr aus dem Kader der ersten Mannschaft abkommandiert werden könnte. Zu den prominenteren HSV-Akteuren, die in dieser Saison schon in der Regionalliga spielten, gehören Gojko Kacar und Robert Tesche.
„Die Nachwuchsteams haben eigentlich immer unheimlich viel Potenzial – das dürfen wir nicht zur Entfaltung kommen lassen“, sagt Nouri: „Wir müssen wieder bis zur letzten Patrone alles investieren, sonst gibt es ein böses Erwachen – wir sind nicht die Mannschaft, die alles mit 90 Prozent runterspielen kann.“
Der Situation, dass sie nun gegen Gegner wie den HSV II als klarer Favorit antreten, müssen sich die VfBer nun stellen. „Wir sind die Gejagten, die Gegner sind jetzt noch motivierter“, weiß Nouri und warnt sein Team vor der verlockenden Höhenluft. Vom Blick auf die Tabelle dürfe man sich nicht zu Leichtsinn verführen lassen. „Wir müssen weiter als funktionierendes Kollektiv auftreten – rufen wir unser Potenzial gemeinsam als Team ab, sind wir richtig gut.“
Während die von Ex-Profi Rodolfo Esteban Cardoso (half im September zweimal in der Bundesliga als Interimscoach aus) trainierten Hamburger zuletzt siebenmal sieglos blieben und alle Heimspiele (erst drei) verloren, hat sich der VfB mit 13 Punkten aus den vergangenen fünf Partien in der Spitzengruppe etabliert. Nach zwei Partien ohne Gegentor muss Nouri seine Abwehr nun allerdings wieder umbauen.
Tim Petersen, der beim 0:0 in Wilhelmshaven zur Pause Youngster Franko Uzelac ersetzt hatte und danach auch gegen Hannover erste Wahl in der Innenverteidigung neben Peer Wegener war, fällt aufgrund einer Grippe aus. „Schade. Tim hat richtig gut gearbeitet“, sagt Nouri und fügt hinzu: „Bei Franko hatte ich das Gefühl, dass er eine Pause braucht.“
