Oldenburg - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben sich mit einer knappen Niederlage aus dem diesjährigen Europapokal-Wettbewerb verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki unterlag am Sonntagnachmittag im letzten EHF-Cup-Gruppenspiel Randers HK mit 24:25 (13:10). Während die Däninnen als Gruppenzweiter im Viertelfinale des EHF-Pokals stehen, stand für die VfL-Frauen das Aus schon vor der Partie fest. Ungeachtet des sportlichen Werts lieferten die Gastgeberinnen vor 644 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena noch einmal eine ordentliche Leistung ab.

Erfolgreichste Werferinnen bei Oldenburg waren Kelly Dulfer und Angie Geschke, die jeweils fünf Treffer erzielten. Nach vier Niederlagen in Folge in der Gruppe A hatten die VfL-Frauen am fünften Spieltag mit dem 29:28-Erfolg bei Nantes Loiret Atlantique ihren ersten und einzigen Sieg eingefahren. Das Hinspiel bei Randers hatte der dreimalige deutsche Pokalsieger am 14. Januar mit 24:28 verloren. In der Gruppenphase qualifizieren sich nur die beiden Erstplatzierten für das Viertelfinale.

Für die Oldenburgerinnen geht es bereits am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) in der Bundesliga weiter. Der Tabellensiebte (14:12 Punkte) gastiert dann beim amtierenden deutschen Meister Thüringer HC (22:4), der aktuell nur auf dem dritten Rang steht.

Die Partie begann mit einer technischen Panne. Die Mikrofonanlage in der Arena sagte keinen Mucks. Hallensprecher André Klöcker musste improvisieren, legte alle Kraft in seine Stimme – und begann lauthals die gegnerische Aufstellung vorzulesen. Nach fünf Minuten war der Spuk vorbei. Die Anlage sprang an, Beifall von den Rängen, und Klöcker durfte noch einmal beginnen. Und nun wurde auch das Team von Randers HK gebührend begrüßt.

Diese Anlaufschwierigkeiten hatten die VfL-Frauen nicht. Sie waren sofort hellwach und kamen durch Kelly Dulfer und Cara Hartstock schnell zur 2:0-Führung (3. Minute). Ganz so effektiv sollte es dann doch nicht weitergehen. Wie schon im Ligaspiel gegen Leverkusen ließen die Oldenburgerinnen zu viele Torchancen aus, leisteten sich etliche technische Fehler. So warf Angie Geschke in der 13. Minute aus neun Metern sogar am leeren Tor der Gäste vorbei.

Auch die erstmalige Vier-Tore-Führung (9:5/19.) brachte keine Ruhe in die VfL-Aktionen. Die überhasteten Abschlüsse führten dazu, dass Randers zum 9:9-Ausgleich kam und sich der VfL wiederholt um den Lohn für den hohen Einsatz brachte.

Die Berg- und Talfahrt sollte sich in dieser temporeichen Partie auch im zweiten Durchgang fortsetzen. Zunächst verspielten die zu sorglos agierenden VfLerinnen ratzfatz einen sicheren 15:11-Vorsprung und lagen nach 41. Minuten mit 15:17 zurück. Dann wiederum jubelte Grün-Weiß: Die Gastgeberinnen rissen die Initiative wieder an sich und erkämpften sich erneut Vorteile (19:17 und 21:19). Das alles aber reichte nicht zum lange Zeit möglichen Heimerfolg. Sechs Sekunden vor der Schlusssirene traf Camilla Larsen Degn zum vielumjubelten Siegtreffer für Randers.