Ganderkesee - Der VfL Wildeshausen hat seine Vormachtstellung bei der Hallenkreismeisterschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Bezirksliga-Kicker aus der Kreisstadt wurden ihrer Favoritenrolle in Ganderkesee gerecht und verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr. In der Neuauflage des Endspiels von 2013 kam es zum Wiedersehen mit dem TV Munderloh, das die Kreisstädter souverän mit 3:0 gewannen.

„Jungs, wo ist der Schampus?“, rief Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas und bat die alten und neuen Champions zur Siegerehrung. Zwar knallten keine Sektkorken in der Sporthalle am Steinacker, dafür erhielt der VfL Wildeshausen erneut den Siegerpokal – und das auch völlig verdient.

„In den ersten Partien lief es noch nicht ganz rund. Spätestens ab dem dritten Spiel waren wir aber im Rhythmus“, sagte VfL-Co-Trainer Jörg Peuker, der nur einmal um den Turnersieg zittern musste: „Im Halbfinale haben wir uns das Leben schwer gemacht“, sagte der Vertreter von Chef-Coach Klaus Ebel. In der Vorschlussrunde kam Wildeshausen gegen den Überraschungsdritten TSV Ippener nach zehn Minuten nicht über ein 2:2 hinaus, rettete sich dann aber über das Neunmeterschießen ins Endspiel.

Im Finale kam es für den Titelverteidiger zum Wiedersehen mit dem TV Munderloh. Der Kreisligist hatte im anderen Halbfinale gegen den gastgebenden TSV Ganderkesee nach einem 0:1-Rückstand nicht aufgesteckt und kam dank eines Doppelpacks von Nikolas Bruns zu einem 2:1-Erfolg. Der entscheidende Treffer fiel 33 Sekunden vor dem Ende.

Das Finale war zunächst völlig offen. Erst nach sieben Minuten erlöste Sascha Görke die Anhänger aus Wildeshausen und markierte das 1:0. Munderloh spielte in der Phase in Unterzahl, da Tibor Braun eine Zwei-Minuten-Strafe abbrummte. Tobias Düser und Görke mit seinem zehnten Turniertor stellten das 3:0 für den Favoriten sicher. „Mit dem Abschneiden können wir natürlich zufrieden sein, wir haben teilweise sehr gut gespielt. Im Finale hat die Zeitstrafe uns leider zurückgeworfen. Sie war aber berechtigt“, sagte TVM-Trainer Niklas Kühne.

Für den größten Coup sorgte in diesem Jahr der TSV Ippener, denn mit dem dritten Platz des Kreisklassenclubs war im Vorfeld nicht zu rechnen. „Die Jungs haben einfach super gespielt und mit den Topteams der Kreisliga mitgehalten“, resümierte Spielertrainer Andreas Lorer. Im kleinen Finale setzte sich Ippener in einem spannenden Neunmeterschießen gegen den TSV Ganderkesee durch.

Für den Gastgeber verlief somit die Hallenkreismeisterschaft aus sportlicher Sicht erneut durchwachsen. Mehr als der vierte Platz sprang für den Kreisliga-Spitzenreiter nicht heraus – in den fünf Ausrichterjahren ließ der TSV stets den angereisten Gästeteams den Vortritt. „Sportlich gesehen können wir trotzdem nicht meckern, das war absolut in Ordnung“, erklärte Geschäftsführer Raphael Riekers.

In zwei Wochen steht nun das Hallenmasters in Ahlhorn auf dem Programm. Am Sonnabend, 18. Januar, nehmen die acht besten Landkreis-Mannschaften und die vier Erstplatzierten der Stadtmeisterschaften Delmenhorst an dem Turnier teil.