Wilhelmshaven - Thomas Schuppel, Trainer der Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wilhelmshaven, musste nach dem 5:1-Sieg im letzten Saisonspiel beim SV Leybucht schon etwas um Worte ringen. „Das glaubt dir ja keiner. Da triffst du gefühlt wochenlang das Tor nicht und verlierst Spiele, die du nie verlieren darfst. Und dann haust du, wenn der Abstieg feststeht, dem Gegner fünf Dinger rein, die alle gut herausgespielt sind. Kein Wunder, dass dich der Trainerkollege da nach dem Spiel fragt, warum wir eigentlich absteigen.“
Anschauungsunterricht lieferte dabei allerdings die erste Hälfte, die die VfL-Frauen mit einem 0:1-Rückstand beendeten. Schuppel: „Wir kassieren einen Gegentreffer durch einen Elfmeter, bei dem das Foul aus meiner Sicht vor der Strafraumgrenze erfolgt ist. Und gleichzeitig vergeben wir vorne Chancen, die für eine 4:0-Führung gereicht hätten.“
Nach der Pause machte der Absteiger, der den Spieltag mit einem gemeinsamen Grillen an der Plauenstraße ausklingen ließ, das beim Tabellenfünften deutlich besser – angetrieben vor allem von der eingewechselten Cristine Ahlers. Schuppel: „Am Ende hätte sich Leybucht auch über ein zweistelliges Ergebnis nicht beschweren dürfen.“
VfL: Schreier - Meck, Kromminga, Czerwinske (63. Ahlers) Pust, Schmidt, Hobbie, Bröckerhoff, Pollmann
Tore: 1:0 (18.) Ackermann, 1:1, 1:2, 1:3 (46., 63., 72.) Kromminga, 1:4, 1:5 (75., 82.) Ahlers
