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Volleyball VfL Löningen wird der Favoritenrolle gerecht

Cloppenburg - In der Volleyball-Landesliga gewannen die Frauen des SV Cappeln das Spitzenspiel gegen Aurich nur mit 3:2. Der VfL Löningen traf auf einen hartnäckigen Gastgeber.

Volleyball, Frauen, Verbandsliga 1: VfL Wildeshausen - VfL Löningen 1:3 99:111 (18:25, 29:27, 32:34, 20:25). Gut ins Spiel kamen die Löningerinnen in Wildeshausen. Die Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen, und auch die Feldverteidigung stand sicher. Die lange Außenangreiferin hatten die Gäste einigermaßen unter Kontrolle, so dass der erste Satz mit 25:18 sicher gewonnen wurde.

Im zweiten Satz führte der VfL lange Zeit, doch Wildeshausen gab nie auf und glich zum 20:20 aus. Da mit Hannah Cassen die zweite Stellerin fehlte, und Anne Götting einige unglückliche Bälle gespielt hatte, war kein Wechsel möglich. Als Maria Büter einen Ball knapp ins Aus schlug, kassierte Löningen mit dem 27:29 den Ausgleich.

Im dritten Satz steigerte sich Anne Götting wieder, und ab dem zwanzigsten Punkt wurde es richtig spannend. Die Nerven lagen auf beiden Seiten blank, und die auf einer Hüpfburg auf dem Nebenfeld spielenden Kinder sorgten für weitere Unruhe. Am Ende waren die Gäste die Glücklicheren beim 34:32-Satzgewinn. Im vierten Satz konnte sich Löningen gegen einen gut stehenden und niemals aufgebenden Tabellenvorletzten ab dem mittleren Teil des Satzes absetzen. Trotz einiger Wechsel blieb der Spielfluss bestehen, und der VfL siegte mit 25:20.

Landesliga 1: SV Cappeln - MTV Aurich 3:2 106:99 (25:16, 20:25, 21:25, 25:22, 15:11). SV Cappeln - SC Union Emlichheim IV 3:1 98:85 (25:22, 23:25, 25:18, 25:20). Spannende Spiele, aber nur phasenweise guter Volleyballsport wurden geboten. „Da haben wir uns ganz schön einen abgebrochen“, war Cappelns Trainer Ludger Ostermann nach den Spielen bedient. „So eine Unstimmigkeit – gerade in der Annahme – habe ich nach den ersten beiden Spielen eigentlich nicht mehr erwartet. Aber vielleicht spiegelt sich hier die Trainingsbeteiligung wider, die in den letzten Wochen aus unterschiedlichen Gründen eher gering war.“

Schwacher Auftakt

Dabei hätte der SVC auf den ersten Platz in der Landesliga springen können, wenn gegen den Tabellenzweiten aus Aurich nicht ein Punkt abgegeben worden wäre. Nach einmal mehr schwachem Beginn im ersten Satz (2:7) konnte Cappeln mit klaren Angriffen und stärker werdendem Block die Gäste mit 25:16 in die Schranken verweisen. Gab es schon im ersten Satz sieben Aufschlagfehler, so wurde diese Quote nicht geringer. Deutliche Probleme in der Annahme kamen hinzu, die im Angriff nicht mehr so leicht auszubügeln waren, und so wurde mit 20:25 verloren.

Satz drei blieb bis zum 21:21 ausgeglichen, ehe Aurich die Verunsicherung in der Cappelner Annahme mit starken Aufschlägen nutzte und nach dem 25:21 eine 2:1-Führung herstellte. Es drohte gar die erste Saisonniederlage, denn Cappeln war im vierten Satz zunächst völlig neben der Spur (0:5). Langsam fing sich der Gastgeber. Christina Schumacher, die zumindest im Angriff überzeugte, brachte mit ihren Aufschlägen Cappeln auf 7:10 heran. Verena Trommler, die sich nach ihrer Verletzung immer mehr zutraut, hatte mit guten Aufschlägen ihren Anteil am 25:22-Erfolg. Im fälligen Tiebreak hatte Cappeln mehr zuzusetzen. Jetzt war es Mannschaftsführerin Hannah Thunert, die die schwächer werdende Annahme der Gäste so unter Druck setzte, dass Cappeln dem Spiel nach 133 Minuten mit 15:11 ein erfolgreiches Ende setzen konnte.

Gegen das sieglose Team aus Emlichheim verschlief Cappeln fast schon traditionsgemäß den Start, lag 2:6 und 5:10 zurück, ehe Veronika Möller mit sieben starken Aufschlägen zum 15:14 die Wende einleitete. Cappeln hatte sich gefangen gegen körperlich weit unterlegene Gäste und gewann 25:22.

21:11-Führung vergeben

Bis zum 21:11 im zweiten Abschnitt war alles in Ordnung, ehe zwei frische Kräfte eingewechselt wurden. „Ohne, dass die beiden neuen Spielerinnen ins Spiel eingreifen konnten, versemmelten alle anderen die besten Gelegenheiten – so etwas habe ich noch nicht erlebt“, war Trainer Ostermann sprachlos über den 23:25-Satzverlust.

Cappeln lag im dritten Satz 3:9 zurück, ehe Verena Trommler mit neun guten Aufschlägen zum 12:12 ausglich. Cappelns Spiel wurde zusehends ruhiger. Die Lufthoheit am Netz machte den Unterschied beim 25:18-Erfolg. Im vierten Satz hielt Cappeln seinen Vorsprung und brachte mit 25:20 den Erfolg über die Ziellinie.

Katharina Ostermann und Sabrina Bäker aus der zweiten Mannschaft bekamen Gelegenheit, Landesligaluft zu schnuppern und stellten ihr Talent unter Beweis.

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