Landkreis - Nur ein reduziertes Programm wird an diesem Wochenende in der Fußball-Bezirksliga über die Bühne gehen. Von den acht angesetzten Partien sind bereits am Freitag zwei gestrichen worden. Neben der Partie zwischen dem TV Esenshamm und Heidmühler FC musste auch der Ahlhorner SV sein für Sonnabend geplantes Heimspiel gegen GVO Oldenburg absagen. Die Gemeinde Großenkneten hat alle zu ihr gehörenden Rasenplätze bis einschließlich Montag gesperrt. Somit müssen die Ahlhorner, die in ihren letzten beiden Testspielen gegen den VfL Oythe II (0:0) und bei Arminia Rechterfeld (3:0) einen guten Eindruck hinterließen, noch eine Woche länger auf ihren ersten Pflichtspielauftritt 2015 warten. Dagegen dürfte es für die anderen beiden Landkreisvertreter, VfL Wildeshausen und TSV Ganderkesee, am Wochenende wieder losgehen.
VfL Wildeshausen - SV Eintracht Wiefelstede (Sonntag, 15 Uhr). Eine unangenehme Partie erwartet die Kicker aus Wildeshausen: Mit den beiden torlosen Unentschieden gegen Tabellenführer SV Atlas und den Tabellendritten SV Tur Abdin haben die Ammerländer gezeigt, dass sie durchaus in der Lage sind, den Spitzenmannschaften auf die Füße zu treten. „Die haben einen holprigen Saisonstart hingelegt, aber mittlerweile scheinen sie sich gefangen zu haben“, meint VfL-Trainer Marcel Bragula.
Der Coach erwartet, dass die Gäste im Krandel-Stadion versuchen werden, möglichst viele Standardsituationen herauszuholen. „Die werden mit Sicherheit kein Offensiv-Spektakel zeigen, aber bei Standards versuchen, den kopfballstarken Bernd Hobbie anzuspielen oder aus der kompakten Abwehr einen Konter zu starten“, ist sich der VfL-Trainer sicher.
Wer am Sonntag für Wildeshausen auf dem Rasen steht, kann Bragula allerdings noch nicht mit Sicherheit sagen: „Ich weiß es nicht. Ein Abschlusstraining, um das herauszufinden, war nicht möglich, weil die Plätze gesperrt sind. In den nächsten Tagen soll die Sonne scheinen, und da ist es dann umso ärgerlicher, dass wir nicht trainieren konnten.“ Definitiv nicht dabei ist jedenfalls Lennart Flege, dessen Knieverletzung aber immerhin nicht ganz so schlimm wie befürchtet ist. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Maximilian Seidel, Jan Lehmkuhl und Daniel Pasker, die mit „leichteren Blessuren“ zu kämpfen hätten.
TSV Abbehausen - TSV Ganderkesee (Sonntag, 15 Uhr). Auch wenn die Ganderkeseer von ihren vier Testspielen während der Wintervorbereitung keins gewinnen konnten, ist Trainer Hamid Derakhshan beim Blick auf das erste Pflichtspiel des neuen Jahres zuversichtlich. „Es gab viele positive Erkenntnisse. Wir sind körperlich und vom Kopf her auf einem guten Stand“, sagt der TSV-Coach. Auch die personelle Situation dürfte dem Aufsteiger, der mit 24 Punkten einen guten neunten Tabellenplatz einnimmt, in die Karten spielen. „Wir sind von Verletzungen und Krankheiten größtenteils verschont geblieben“, erklärt Derakhshan, der am Sonntag auch auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.
Im Hinspiel konnte sich Ganderkesee mit 2:0 behaupten. Für das zweite Duell in der Wesermarsch rechnet der TSV-Trainer mit einem motivierten Gegner. „Die Abbehauser werden brennen, denn sie hatten sich vor der Saison sicherlich höhere Ziel gesteckt“, meint Derakhshan in Anspielung auf den elften Tabellenplatz des TSV.
