Oldenburg - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben im Monat April eine furiose Serie hingelegt. Fünf Spiele, vier Siege, ein Unentschieden: So lautet die eindrucksvolle Erfolgsbilanz. Auch Ex-Meister HC Leipzig konnte die Oldenburgerinnen am Sonntagnachmittag in der kleinen EWE-Arena nicht stoppen. Die VfL-Frauen schickten die Gäste aus Sachsen mit einer 28:39 (11:20)-Niederlage im Gepäck nach Hause und untermauerten damit ihren festen Willen, in den restlichen Bundesliga-Partien noch den einen oder anderen Tabellenplatz gutmachen zu wollen.
Erfolgreichste Torschützinnen beim VfL waren Veronika Malá (8 Tore), Angie Geschke (8/2) und Inger Smits (8). Wie angekündigt mussten die Gastgeberinnen auf die verletzten Stammspielerinnen Kelly Dulfer, Kim Birke und Isabelle Jongenelen verzichten. Dafür gab Spielmacherin Caroline Müller nur viereinhalb Wochen nach ihrer Knie-OP am 29. März ihr Comeback im grün-weißen Trikot.
Für Abwehrchefin Dulfer rückte überraschend Angie Geschke in den Mittelblock der Oldenburger 6:0 Deckung. Das Experiment glückte. Geschke leistete vor 807 Zuschauern ganze Arbeit, und auch Torfrau Madita Kohorst (15 Paraden) stand souverän ihre Frau.
Die VfL-Frauen übernahmen sofort das Kommando, drückten mächtig aufs Tempo. Und auch aus dem gebundenen Angriff heraus glückten den Gastgeberinnen etliche sehenswerte Aktionen. Wiederholt wurde der Leipziger Block nach allen Regeln der Kunst ausgespielt. Besonders Linksaußen Veronika Malà und Kreisläuferin Stefanie Kaiser stellten die Gäste vor scheinbar unlösbare Probleme. Folgerichtig führten die VfL-Frauen nach 18 Minuten erstmals mit zehn Toren (15:5). Diesen hohen Vorsprung nahmen sie dann fast auch komplett mit in die Halbzeitpause.
Die Kabinenansprache von HCL-Trainer Norman Rentsch hatte offenbar gefruchtet. Die Leipzigerinnen kamen mit viel Dampf zurück und konnten zunächst auf 14:21 (34. Minute) und 18:25 (41.) verkürzen. Doch es half nichts: Die Oldenburgerinnen hielten die Konzentration – speziell in der Deckung - hoch und bestrafen auch weiterhin jeden technischen Fehler des Gegners. Dem VfL war an diesem Tag einfach nicht beizukommen. Mit dem 33:21 durch Jenny Behrend war die Partie so vorzeitig entschieden.
Drei Pflichtspiele stehen in dieser Saison noch auf dem Programm des dreimaligen deutschen Pokalsiegers. Am Samstagabend gastieren die Oldenburgerinnen beim Abstiegskandidaten Neckarsulmer Sportunion. Im letzten Saison-Heimspiel treffen die VfL-Frauen dann am 14. Mai auf die HSG Blomberg-Lippe. Mit der Auswärtspartie bei Bayer Leverkusen am 20. Mai endet die Bundesliga-Spielzeit 2016/17 für das Team von Leszek Krowicki.
