Bersenbrück - Fußball-Oberligist VfL Oldenburg hat am Samstag überraschend mit 4:0 beim Spitzenreiter TuS Bersenbrück gewonnen. Die Tore für die Oldenburger erzielten Abdallah Remmou (3) und Tade Niehues.
„In der Startphase haben wir etwas Glück gehabt. Danach haben wir endlich einmal unsere ersten Chancen auch genutzt“, freute sich VfL-Trainer Patrick Degen nach dem auch in der Höhe völlig verdienten Sieg. „Wir waren brutal schlecht. Oldenburg hat jeden Fehler bestraft“, ärgerte sich TuS-Coach Tobias Langemeyer nach der ersten Heimniederlage seines Teams.
Bersenbrück begann wie ein Spitzenreiter und hatte durch Markus Lührmann schnell die Chance zum 1:0, er schoss aus 14 Metern aber links am VfL-Tor vorbei (4. Minute). Nur eine Minute später wäre fast das 1:0 für den VfL gefallen. TuS-Schlussmann Nils Böhmann schoss nach einem Rückpass Niehues an, der Abpraller ging aber knapp über das Tor der Gastgeber.
Nachdem Moritz Waldow mit einer Volleyabnahme knapp das VfL-Tor verfehlt hatte (14.), schlug der VfL fast im Gegenzug zu. Remmou eroberte in der Mitte der gegnerischen Hälfte den Ball, setzte sich im Laufduell gegen Patrick Greten durch und versenkte den Ball aus 14 Metern im Tor der Gastgeber (15.). Danach vergaben Jules Reimerink (17.), Denis Müller (18.), Leonard Hedemann (22.) und David Leinweber (24.) den möglichen Ausgleich für Bersenbrück.
Mit zunehmender Spieldauer bekam der VfL das Spiel aber immer besser in den Griff. Die VfL-Spieler zerstörten mit mutigen Zweikämpfen den Spielaufbau der Bersenbrücker und nahmen deren Spielmacher Waldow so völlig aus der Partie. Dazu war der VfL vor dem TuS-Tor gnadenlos effizient. Nachdem Moritz Brinkmann und Mathias Comes sich auf der rechten Außenbahn durchgespielt hatten, verwandelte Remmou das Zuspiel von Comes zum 2:0 (35.).
Schon kurz nach Wiederbeginn zerstörte Remmou mit seinem dritten Treffer die Hoffnungen der Gastgeber auf eine Wende. Der VfL eroberte kurz vor dem Bersenbrücker Strafraum den Ball. Remmou ließ mit seinem Heber aus 17 Metern in den rechten Winkel Böhmann keine Chance (52.). Vier Minuten später hätte Remmou die Führung sogar ausbauen können, scheiterte nach einem Zuspiel von Niehues aber an Böhmann.
Die Gastgeber hatten sich nach dem 0:3 aufgegeben und kamen kaum noch zu gefährlichen Aktionen. Die letzte Chance hatte Reimerink, der den sehr guten VfL-Keeper Thilo Pöpken aber nicht überwinden konnte (70.). Eine Minute später erzielte Niehues das 4:0 für den VfL, nachdem Böhmann bei einem Schuss von Remmou aus 18 Metern den Ball nicht festhalten konnte.
VfL: Pöpken - Thiele, Pepshi (88. Abbes), Friedrichs, Onnen (85. Tjardes) - Goosmann (76. Susac), Comes - Brinkmann (65. Kujabi), Remmou, Rassmann, Niehues.
