Cloppenburg/Oldenburg - Es gibt Tage, da ist der Gegner einfach zu stark und zu gut aufgestellt. So einen Spieltag erwischten die Frauen des Handball-Oberligisten TV Cloppenburg bei ihrem Gastspiel in Oldenburg, das mit 23:31 (12:16) verloren wurde.

Der VfL Oldenburg – hier die Drittvertretung des Bundesligisten – bevorzugt es häufig, Nachwuchsspielerinnen verstärkt einzubauen, was am vergangenen Sonntag auch der Fall war. So spielte unter anderem Lisa-Marie Fragge mit, die bis vor Kurzem noch beim BV Garrel aktiv war. In der Abwehr spielte das Nachwuchstalent vorgezogen und im Angriff in der Zentrale. Am Ende konnte sie fünf Treffer zum Erfolg der Oldenburgerinnen beisteuern.

„Wir hatten gegen diese junge, ehrgeizige und, für den VfL typisch, technisch bestens ausgebildete Mannschaft keine echte Chance“, sagte Theo Niehaus, Trainer des TV Cloppenburg. Er betonte allerdings auch, dass seine Schützlinge sich zu keiner Phase der Begegnung haben hängenlassen. „Dies habe ich auch meiner Mannschaft nach dem Spiel deutlich gemacht, dass sie ihr Bestes gegeben habe“, sagt Niehaus, der Inka Bosmann besonders lobte. Nicht nur ihrer zehn Feldtore wegen war sie ein Vorbild.

Ein weiterer positiver Aspekt aus der Partie für den TV Cloppenburg ist die Tatsache, dass die lange verletzten Tatjana Hofmann und Johanna Koopmeiners allmählich wieder in Form kommen, was auch im Hinblick auf das nun folgende Derby an diesem Samstag um 17.15 Uhr in Cloppenburg gegen den BV Garrel nicht unwichtig erscheint.

Außerdem probierte der Trainer Varianten in der Abwehr aus: Er ließ Kerstin Meyer im ersten Abschnitt auf der linken und nach der Pause auf der rechten Seite auf den Halbpositionen verteidigen. „Sie hat das sehr gut gemacht und so wohl viel Sicherheit gewinnen können“, sagte Niehaus.

Seine Mannschaft hielt im ersten Abschnitt gut mit, hielt den Vier-Tore-Rückstand nach dem 4:8 (17.) bis zur Pause aufrecht. Welche Möglichkeiten der VfL besaß, zeigte der Umstand, dass die Gastgeberinnen teilweise blockweise auswechselten – ohne Qualitätsverlust, wie Niehaus betonte. So setzte sich die VfL-Dritte nach der Pause schnell auf 25:14 ab (42.). Aber der TV Cloppenburg kämpfte, wehrte sich gegen eine noch höhere Niederlage und konnte sie am Ende im einstelligen Bereich halten.