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NWZonline.de Sport

ERSTE HERREN: VfL setzt auf seine Talente

30.06.2007

WILDESHAUSEN Drei Meisterschaften und vier Aufstiege können die Fußballer des VfL Wildeshausen auf der Sonnenseite der vergangenen 25 Jahre des ersten Jahrhunderts ihres Bestehens verbuchen. Eingebettet in diese Erfolge lag aber auch die wenig erfreuliche Zeit, die 1999 mit dem Abstieg aus der Landesliga begann und die drei Jahre später in der Kreisliga gestoppt wurde.

Zuerst aber einmal das Erfreuliche. Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang der Mannschaft in der Saison 1987/1988 unter Trainer Klaus Ebel der Aufstieg in die Bezirksliga. Hans Gralla, eigentlich alles andere als ein Torjäger, markierte in der 47. Minute des Entscheidungsspiels in Huntebrück gegen Osnabrück 07 den Siegtreffer. Zwar musste die Mannschaft bis zum Schlusspfiff noch wiederholt bangen. Sie brachte die Führung aber über die Zeit und bejubelte den Sprung in die neue Liga.

Hier hielt sie sich nicht lange auf. Nur drei Jahre später – jetzt war Heinz „Tom“ Surmann der Trainer – war der nächste Aufstieg perfekt. Diesmal stieg der VfL als Meister direkt auf. Ganz besonders freuten sich die Kicker um Mannschaftsführer Volker Schröder darüber, dass sie durch den 2:1-Sieg bei dem ewigen Rivalen Frisia Goldenstedt sich schon am 2. Mai vorzeitig den Titel holten. Der junge Helge Cordes hatte den VfL in der 5. Minute in Führung gebracht, die Abeling nach 57 Minuten ausglich. Der VfL war damals keineswegs geschockt. Einen Abschlag von Torwart Eric Berger verlängerte Jörg Kleineidam zu Martin Brockmann, der das 2:1 erzielte, das bis zum Schluss Bestand haben sollte. Die Meisterschaft war perfekt, und der Jubel groß.

Wildeshausen hatte sich damit zur Nummer eins im Landkreis gemausert und war damit ein attraktives Zugpferd, auch für talentierte oder fertige Spieler aus dem Umfeld.

Parallel dazu machten die Fußballfrauen auf sich aufmerksam. Unter der Führung von Monika Wehsling sorgten sie dafür, dass die Fans im Krandel Bundesligaluft schnuppern und die Elite des deutschen Frauenfußballs bewundern konnten. Die Ära der Frauen ging mit dem Abpfiff der Saison 1996/97 zu Ende. Danach spielten nur noch Mädchen um Punkte. Bei den Männern kam das böse Erwachen zwei Spielzeiten später. Finanziell sei dies nicht mehr zu stemmen gewesen, erklärte der damalige Abteilungsleiter Dieter Lübber, seine Entscheidung, die Mannschaftsfahrt nicht unterstützen zu können. Diese Entscheidung führte zu einem Aderlass an Spielern – es ging fast der gesamte Kader –, von dem sich der VfL drei Jahre lang nicht erholen sollte.

Sportlich fair verhielt sich Trainer Klaus Delbanco, der seine Zusage für die Saison 99/00 unter ganz anderen Voraussetzungen gegeben hatte, und zu seiner Zusage stand. Mit einer Mischung aus Spielern der unteren Mannschaften und Routiniers, die eigentlich schon aufgehört hatten, stellte sich der VfL den übermächtigen Gegnern. Wohlwissend, dass auch die Abstiege aus der Bezirksliga und der Bezirksklasse nicht zu verhindern sein würden.

Jetzt wirkte sich aus, dass die Jugendarbeit in dem Wildeshauser Verein zu den besten dieser Region gehört. Delbanco warf die Talente ins kalte Wasser und sorgte in der Kreisliga dafür, dass der Absturz beendete wurde. Der VfL stabilisierte sich, erarbeitete sich Platz zwei und kam in der Saison 2003/2004 durch das Hintertürchen wieder zurück in die Bezirksklasse.

Es war wohl ein Jahr zu früh, denn nach nur einer Saison hieß es wieder, in der Kreisliga aufzulaufen. Wohlwissend, dass die vielen Talente in naher Zukunft wieder für bessere Zeiten sorgen könnten. Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen trumpfte die Mannschaft, die jetzt von Manfred Klatte trainiert wird, groß auf. Mit deutlichem Vorsprung sicherte sie sich die Meisterschaft in der Kreisliga und den Aufstieg in die Bezirksliga Eine ideale Voraussetzung, um einen tollen Geburtstag zu feiern.

Betreuer „Wachti“

Herbert Wachtendorf, genannt „Wachti“ (im Bild ganz rechts), hat in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag gefeiert. Bis zu dieser Saison hat er die ersten Herren drei Jahrzehnte lang betreut. Leider liegt „Wachti“ derzeit im Krankenhaus. Spieler, Trainer und der Verein wünschen ihm baldige Genesung.

Trainer Klaus Delbanco warf die Talente ins kalte Wasser

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