Wildeshausen - Die Freude nach dem Abpfiff war riesig. Trotz der sommerlichen Temperaturen behielten die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen im Heimspiel gegen den Tabellenführer SV Wilhelmshaven II kühlen Kopf und bezwangen den Titel-Kontrahenten mit 2:0 (1:0). Aufgrund der starken zweiten Halbzeit war der Sieg für die Mannschaft von Trainer Klaus Ebel verdient. „Vor allem unsere Routiniers Sascha Görke und Sebastian Pundsack haben entscheidenden Anteil am Erfolg“, lobte Ebel: „Die gute Mischung und unsere Fitness machen uns so stark.“
Vor der Pause passierte lange nur wenig. Beide Mannschaften standen defensiv gut geordnet und ließen keine nennenswerten Torchancen zu. Doch in der 36. Minute wurde es turbulent: Nach einer Ecke für die Gäste kam Daniel Geisler frei zum Kopfball. VfL-Torhüter Sebastian Pundsack war bereits geschlagen, doch Sascha Görke klärte artistisch in höchster Not auf der Linie und schoss den Ball im Fallen an die Unterkante der Latte. Von dort aus prallte das Leder gefühlt hinter die Torlinie, doch der Treffer zählte nicht. Stattdessen kam in der Hektik der Wilhelmshavener Nikolai Kück noch zu einer Schusschance aus kurzer Distanz, doch der starke Pundsack verkürzte geschickt den Winkel.
Diese Szene mobilisierte den VfL, der in der 45. Minute durch einen äußerst sehenswerten Treffer von Görke in Führung ging. Aus etwa 20 Metern Torentfernung zog er mit seinem starken linken Fuß knallhart aus zentraler Position ab und traf halbhoch in die linke Ecke zum 1:0. „Das Tor fiel für uns zum optimalen Zeitpunkt“, freute sich der Torschütze.
In der Tat dominierte Wildeshausen die zweite Hälfte. über weite Strecken. Nach ausgeglichenem Beginn gab der bärenstarke Görke mit seinem Solo in der 60. Minute die Initialzündung, doch bei seinen strammen Linksschuss war der überzeugende Gäste-Keeper Robin Krey zur Stelle. „Das war Saschas beste Saisonleistung in der Offensive“, attestierte Ebel.
Mit der Einwechslung von A-Jugendspieler Maximilian Seidel (66.) wurde der VfL noch gefährlicher. Nur eine Minute im Spiel setzt der pfeilschnelle Stürmer bereits Jan Lehmkuhl im Strafraum in Szene. Sein Schuss in die linke Ecke fing die SV-Defensive hinter ihrem geschlagenen Torhüter jedoch noch ab.
Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Seidel, der permanent rochierte, setzte sich mit seiner Dynamik auf links durch, zog in den Sechzehner und schlenzte den Ball herrlich mit rechts in die lange Ecke zum 2:0 (70.). In der 73. Minute bediente er von links den zentral postierten Görke, der von der Strafraumgrenze halbhoch abzog, doch am starken Krey scheiterte. Auch Görkes Nachschuss im Sechzehner hielt der Schlussmann.
Um ein Haar wäre der SV im Gegenzug zum Anschlusstreffer gekommen. Mit Vollspann zog Agon Hasani aus 16 Meter zentral ab, doch Pundsack kratzte das Geschoss mit einer spektakulären Flugeinlage noch aus dem linken Winkel. Weitere Chance hüben wie drüben vereitelten die Keeper. In der 90. Minute sah SV-Akteur Hasani wecken Meckerns noch die Gelb-Rote Karte.
„Wir haben unser Saisonziel, Platz drei, gesichert. Jetzt wollen wir die anderen weiter ärgern“, blickte Ebel voraus
