Hohenböken - Wer am vergangenen Wochenende auf der Reitanlage des RV Hohenböken auf Birgit Wöbken traf, der dürfte das Grinsen in ihrem Gesicht nicht übersehen haben. Die Vereinsvorsitzende hatte aber auch guten Grund zur Zufriedenheit, schließlich ist das zweitägige Spring- und Dressurturnier perfekt gelaufen. „Im nächsten Jahr können wir eigentlich kein Turnier mehr anbieten – denn das aktuelle ist nicht zu toppen“, meinte Wöbken in ihrem Fazit augenzwinkernd.
Für den Ausrichter war das Turnier gleich in doppelter Hinsicht erfreulich: Zum einen wurde der neue Sandplatz eingeweiht, zum anderen feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen. „Gerade im Jubiläumsjahr freut es uns natürlich umso mehr, wenn wir so positive Resonanz bekommen“, sagte Wöbken. Vor allem der komplett erneuerte Turnierplatz mit seiner Sandfläche sei von den Reitern sehr gut angenommen worden. „Es war die beste Entscheidung, die wir getroffen haben. Für die Reiter war der Untergrund sehr angenehm“, berichtete die Vereinsvorsitzende.
Auch in sportlicher Hinsicht lief alles bestens. Rund 770 Nennungen waren für die 20 Wettbewerbe in Dressur und Springen eingegangen. Trotz der heißen Temperaturen sei die Starterfüllung sehr gut gewesen. Positiv überrascht war Wöbken über die Resonanz beim Flutlichtspringen am Sonnabend, bei dem 17 Reiter an den Start gingen und das von zahlreichen Zuschauern verfolgt wurde. Den Sieg sicherte sich Nanno Kohlschein vom RV Ganderkesee auf Lantinus. Bei einem fehlerfreien Ritt in 38.37 Sekunden war er etwas schneller als die Zweitplatzierte Svenja Hempel vom RC Hude (Lantzelot/40.14).
Vor den Springprüfungen waren am Sonnabend zunächst die Dressurwettbewerbe in drei Vierecken ausgetragen worden. Mit Spitzenplatzierungen hielten sich die Gastgeber vom RV Hohenböken zurück, dennoch hob die Vorsitzende den vierten Platz von Anna-Lena Eilers in der Ponydressur Klasse A hervor. „Darüber war sie sehr glücklich, denn es war ihr erster Start in dieser Klasse“, so Wöbken. Bei den Dressurmannschaften (A*) setzte sich der RSV Schierbrok in der Besetzung Daniela Hermanns, Vanessa Döhle, Antje Seeberger und Tanja Hoinke-Spille vor den beiden Teams des RC Hude durch.
Der Sonntag stand im Zeichen der Springturniere. Die letzte Prüfung – ein Zwei-Phasen-Springen der Klasse L – war der sportliche Höhepunkt. Hier konnte sich Frederik Geue vom RC Hude mit zwei Pferden an der Spitze platzieren: Auf Cashmere Touch holte Geue mit einem fehlerfreien Ritt in 28.24 Sekunden den Sieg, Rang zwei gelang ihm auf Confiance (0 Fehler/36.58 Sekunden). Platz drei ging an Celina Cansu Kiran vom RV Ganderkesee auf Condesito (0/39.40).
