Moslesfehn - Sie haben sich wohl zu viel vorgenommen, mutmaßte Angreiferin Sabine Grüning. Sie waren auf den Sieg fixiert und machten stattdessen zu viele Eigenfehler: Gleich zwei Niederlagen mussten die Bundesliga-Faustballerinnen vom SV Moslesfehn in Berlin am Sonntag hinnehmen.

Gegen den Tabellenführer MTSV Selsingen verloren die Moslesfehnerinnen mit 0:3 (8:11, 5:11, 10:12). Trotz der Niederlage hat sich Moslesfehn beim Gastgeber gut geschlagen. „Aber wir haben zum Teil zu viele Eigenfehler gemacht“, sagte Grüning. Dies machte sich besonders im zweiten Satz bemerkbar. „Da konnten wir nicht mithalten.“ Mit 11:5 ließen die Berlinerinnen Moslesfehn hinter sich. Erst im dritten Satz konnten sich die Tabellensechsten wieder fangen und mit einem 10:12 das Ergebnis freundlicher gestalten.

Ein Sieg wäre gegen den Tabellennachbarn vom VfK 01 Berlin möglich gewesen. Mit einer 2:3-Niederlage (5:11, 11:7, 10:12, 11:7, 9:11) musste sich Moslesfehn dem Tabellensiebten jedoch geschlagen geben und nun im Abstiegskamp wieder zittern. Bereits im ersten Satz dominierten wieder zu viele Eigenfehler das Spielgeschehen. Die Gastgeber hingegen machten im gesamten Spielverlauf kaum Fehler. Im zweiten Satz schien es, als hätten sich die Moslesfehnerinnen wieder gefangen. Und auch im dritten Satz sah es zeitweise so aus, als ob das Spiel noch gedreht werden könne: Von einem anfänglichen 2:6-Rückstand konnte Moslesfehn mit 10:9 kurzzeitig an den Gegnern vorbeiziehen. Doch in den entscheidenden Phasen waren die SVM-Spielerinnen nicht konsequent genug. „Berlin hat gut abgewehrt“, musste Grüning im Rückblick zugeben.